Von Jürgen Rink und Sascha Steinhoff
Ohne Metadaten sind professionelle Bildarchive nicht zu verwalten. Aus diesem Umfeld kommen die entsprechenden Standards, hier haben sie sich bewährt. Wenn eine Bildagentur mit mehreren hundert Fotografen zusammenarbeitet, geht ohne konsequente und konsistente Verschlagwortung nichts mehr.
Auch für Amateure haben Metadaten durchaus ihren Reiz, man kann sinnvolle Schlagworte eingeben, zusätzlich zu den Informationen über die Aufnahme. Mit ihrem Einsatz sind aber deutliche Einschränkungen verbunden. Selbst innerhalb eines Standards kommt es derzeit immer wieder zu Kompatibilitätsproblemen, vor allem wenn verschiedene Anwendungen im Spiel sind.
Heute die Bilder mit iMatch verwalten, morgen Picasa verwenden und später vielleicht auf Lightroom umzuschwenken, daneben noch EXIF-, IPTC oder XMP-Daten mit separaten Editoren zu bearbeiten, ist bei notorisch experimentierfreudigen Amateuren zwar gang und gäbe, aber bei dem bestehenden Metadaten-Wirrwarr nicht empfehlenswert. Auch als Amateur sollte man sich daher - wie es im professionellen Bereich üblich ist - einmal für eine Archivierungssoftware entscheiden und dieser über Jahre treu bleiben.
So kommt man über die Metadaten zu einer mächtigen Suchfunktion, von der Archivare vor zwanzig Jahren nicht einmal zu träumen gewagt hätten. Wenn eine themenbezogene Suche dagegen nicht notwendig sein sollte, fährt man mit einer chronologisch geordneten und eindeutig benannten Ordnerstruktur fast genauso gut wie mit der arbeitsintensiven Verschlagwortung durch Metadaten.
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