Firewalls Brandmauern gegen Online-Piraten

Viren verursachen jedes Jahr Milliardenschäden, doch die größte Gefahr geht von Dateneinbrüchen aus: Denen ist nur mit Firewalls beizukommen - und wer einmal eine hat, will nie mehr "ohne". Auf der Cebit werden die neuesten Programme gegen Angriffe aus dem Web vorgestellt.


Unabdingbar: Firewalls gegen Viren und Eindringlinge
Zone Labs/dpa/gms

Unabdingbar: Firewalls gegen Viren und Eindringlinge

München - Die Gefahr lauert im Internet: Wer sich ins Netz einwählt, eröffnet damit auch unliebsamen Zeitgenossen die Möglichkeit eines unerlaubten Zugriffs auf den eigenen Rechner. Daten könnten ausgespäht, manipuliert oder schlicht vernichtet werden. Um dieses Risiko weitgehend auszuschließen, gibt es Personal Firewalls.

Diese Schutzprogramme lassen sich mehr oder weniger auf die eigenen Bedürfnisse hin einrichten und überwachen den Datenaustausch zwischen Computer und dem Internet. "Ich empfehle jedem Internetnutzer eine Firewall", sagt Fritz Bauspieß, Geschäftsführer der IT-Beratungsfirma Secorvo Security Consulting in Karlsruhe.

Eine Firewall kontrolliert ein- und ausgehende Daten sowie die Ports des Computers, über die dieser Datenaustausch läuft. Für eine Software, die diesen Überwachungsjob erledigt, muss man nicht gleich tief in die Tasche greifen: Neben zahlreichen kostenpflichtigen Programmen gibt es Firewall-Software auch als Freeware, die unentgeltlich aus dem Internet heruntergeladen werden kann. "Auch kostenlose Programme bieten für jeden Anwender genügend Sicherheit", sagt Julian Rehbinder aus der Online-Redaktion der in München erscheinenden Computerzeitschrift "Chip".

Günstige Variante: Firewall-Programme wie "ZoneAlarm" lassen sich kostenlos aus dem Internet herunterladen
Zone Labs/dpa/gms

Günstige Variante: Firewall-Programme wie "ZoneAlarm" lassen sich kostenlos aus dem Internet herunterladen

"Outpost" und "ZoneAlarm"

Als positives Beispiel nennt Rehbinder das Programm "Outpost", das neben viel Sicherheit auch hervorragende Bedienungseigenschaften biete. Ebenfalls beliebt sei "ZoneAlarm". Diese Firewall sei als abgespeckte Freeware-Version wie auch als kostenpflichtiges Programm "ZoneAlarm Pro" erhältlich. Die kommerzielle Variante könne spezifischer auf den einzelnen Nutzer beziehungsweise auf seinen Rechner abgestimmt werden.

Allerdings sind die kostenpflichtigen Programme Rehbinder zufolge der Freeware in Sachen Benutzerfreundlichkeit oft überlegen. Am weitesten verbreitet sei derzeit die "Norton Personal Firewall" vom Hersteller Symantec in Ratingen. "Als Anwender kann ich mich entweder vollkommen auf das Programm verlassen oder aber verschiedene Sicherheitslevels einstellen", erläutert Symantec-Pressesprecherin Andrea Wolf die Konfigurationsmöglichkeiten. Erkenne die Firewall einen Angriff, werden eine Warnmeldung sowie verschiedene Handlungsvorschläge gemacht.

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