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Foto-Workshop: So hübschen Sie Ihre Bilder auf

Von Bettina K. Lechner und Klaus Gölker

Wer mehr will als Fotos drehen und zuschneiden, kommt unter Linux nicht um Gimp herum. Das als freier Photoshop-Killer gelobte Programm ist zwar etwas ungewohnt zu bedienen, aber ein wahrer Alleskönner in Sachen Bildbearbeitung. Ein paar Tipps erleichtern den Einstieg.

Nur selten gelingen auf Anhieb perfekte Fotos mit der Digitalkamera: Manche sind zu dunkel und kontrastarm, andere leicht unscharf und die roten Augen machen Tante Hilde auch nicht hübscher. Für punktgenaue Feinkorrekturen liegt das richtige Werkzeug jedoch schon nach der Ubuntu-Installation auf der Festplatte bereit: Die freie Bildbearbeitung Gimp, die es übrigens auch für Windows und Mac OS X gibt, bringt alle Werkzeuge mit, um Fotos albumreif aufzubereiten.

Einziges Hindernis: Wer bislang eine andere Bildbearbeitungs-Software verwendet hat, muss sich erst einmal einarbeiten. Automatische Korrekturfunktionen gibt es nur wenige, und für wirklich gute Ergebnisse muss man die meisten Werte von Hand einstellen.

Orientierung auf dem Desktop

Auch die Bedienoberfläche des Programms unterscheidet sich von anderen Anwendungen: Gimp öffnet beim ersten Programmstart drei separate Fenster, die frei verschiebbar auf dem Desktop liegen. Das erste Fenster, der Werkzeugkasten, bietet alle Hilfsmittel wie Pinsel, Radierer und Einstellungen etwa zur Vorder- und Hintergrundfarbe an.

In der Mitte des Desktops öffnet sich das Bildfenster, rechts daneben ein sogenanntes Dock. In ihm haben mehrere Tabs Platz. Standardmäßig enthält es sieben Reiter: Im oberen Bereich finden Sie die Tabs Ebenen, Kanäle, Pfade und das Protokoll der Rückgängig-Funktion, die unteren drei Reiter enthalten Dialoge zu Pinselformen, Mustern und Farbverläufen. Jeder der Reiter lässt sich per Drag & Drop auf den Desktop in ein eigenes Fenster auslagern. Gimp bietet damit einen vollständigen Werkzeugkasten, der vielfältige Bildmanipulationen erlaubt.

Drei Fenster auf dem Desktop: Beim Start öffnet Gimp den Werkzeugkasten (links), das Bildfenster (Mitte) und das Dock (rechts)
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Drei Fenster auf dem Desktop: Beim Start öffnet Gimp den Werkzeugkasten (links), das Bildfenster (Mitte) und das Dock (rechts)

Selbst die teuerste Kamera erzeugt nicht automatisch perfekte Bilder: Eine falsche Blende, widrige Wetterbedingungen oder ungünstige Lichtverhältnisse können die Bildqualität negativ beeinflussen. Mit ein wenig Feinschliff in Gimp lassen sich aber auch solche Aufnahmen aufpeppen.

So frischen Sie mittels Neuverteilung der Tonwerte, Erhöhung des Kontrasts und ein wenig Nachschärfen matte Aufnahmen auf und erhalten detailreiche, farbintensive Bilder - und das in nur drei sehr einfachen Schritten.

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