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Greenpeace-Studie: Lenovo Hui, Apple Pfui

In der Rangliste von Unternehmen, die bei der Herstellung ihrer Produkte potentielle Umweltgifte verwenden, steht erneut Apple an letzter Stelle. Der Konzern wehrt sich und verweist auf andere Studien, die iPods und iMacs gute Umweltverträglichkeit zusprechen.

Nach Einschätzung von Greenpeace baut der chinesische Hersteller Lenovo die am wenigsten umweltschädlichen Computer. Schlusslicht in der am Dienstag veröffentlichten Rangliste ist Apple. Insgesamt durchleuchtete die Organisation die Produktionsverfahren von 14 Unternehmen auf die Verwendung gefährlicher Materialien sowie auf Recycling-Möglichkeiten. Apple wies die Kriterien der Umweltorganisation umgehend zurück.

Greenpeace-Aktivisten bei einer Protest-Aktion in Neu-Delhi: Etliche Computerhersteller verwenden immer noch potentielle Umweltgifte wie Blei, PVC und Phtalate.
AFP

Greenpeace-Aktivisten bei einer Protest-Aktion in Neu-Delhi: Etliche Computerhersteller verwenden immer noch potentielle Umweltgifte wie Blei, PVC und Phtalate.

Die Sprecherin von Greenpeace International, Iza Kruszewska, sagte, Lenovo habe sich nach Einführung der Liste im August vergangenen Jahres um Verbesserungen im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit der Produkte bemüht. So bot Lenovo als erster Elektronikkonzern allen Kunden an, ausgemusterte Computer zum Recycling zurückzugeben. Das chinesische Unternehmen hatte 2005 die PC-Sparte von IBM übernommen.

Apple fiel wegen der Verwendung gesundheitsschädlicher Chemikalien negativ auf, wie Kruszewska sagte. Anders als bei anderen Herstellern gebe es auch keinen Zeitplan für den Ausstieg. Eine Apple-Sprecherin erklärte, man weise das Ranking von Greenpeace zurück. Die Produkte gehörten zu den umweltverträglichsten auf dem Markt, wie aus anderen Ranglisten hervorgehe.

Laut Greenpeace hat Apple es - anders als einige andere Firmen - bisher versäumt, verschiedene als umweltschädlich eingestufte Chemikalien aus der Produktion zu verbannen. Zudem habe das keinen Zeitplan für eine solche Maßnahme festgelegt.

Ursprünglich hat Apple aktiv an den Greenpeace-Studien teilgenommen und war auch an den damit verbundenen Telefonkonferenzen beteiligt. "Als wird dann aber die Website 'Green my Apple' online brachten, hörten wir nichts mehr von Apple," sagt Kruszewska.

Lenovo verdrängte Nokia in der Greenpeace-Liste auf den zweiten Platz, an Platz drei, vier und fünf folgen Sony Ericsson, Dell und Samsung. Die übrigen Plätze belegen Motorola, Fujitsu-Siemens, Hewlett Packard, Acer, Toshiba, Sony, LG Electronics, Panasonic und schließlich Apple.

mak/AP

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