ITunes für Windows: Apple plant mit Verlusten

Ein halbes Jahr nach dem erfolgreichen Start des Online-Musikshops iTunes bietet der Computer-Hersteller Apple den Service jetzt auch Windows-Nutzern an. Apple-Chef Steve Jobs stellte die PC-Version in San Francisco vor - angeblich ein Verlustgeschäft.

Apple-Chef Steve Jobs
REUTERS

Apple-Chef Steve Jobs

Seit dem Start der Mac-Variante im vergangenen April seien bereits 13 Millionen Titel verkauft worden, sagte Jobs der Nachrichtenagentur dpa. Bis zum einjährigen Jubiläum im Jahr 2004 will der Computerriese die Zahl der kostenpflichtigen Downloads auf 100 Millionen steigern. Jobs bezeichnete den Erfolg des Musikshops als die "Geburt des legalen Herunterladens".

Bis zum Monatsende will Apple 400.000 Titel in seinem Online-Katalog führen. Das Unternehmen unterstützt den Launch seiner PC-Version durch einen Werbevertrag mit dem Getränkegiganten Pepsi und einer Partnerschaft mit AOL für die rund 25 Millionen Kunden des Internet-Portals.

Nach Angaben des Unternehmens sei mit dem Verkauf von Liedern über das Internet allerdings kein Geld zu verdienen. Dies sei nur ein Teil eines umfassenden Musikangebotes von Apple. Vor allem der Verkauf der iPods, der digitalen Abspielgeräte, solle damit unterstützt werden. "Mit dem iPod verdienen wir Geld, mit iTunes nicht", sagte der Senior-Vizepräsident Phil Schiller dem Internetdienst CNET. Der Online-Verkauf sei zwar kurz vor der Gewinnzone, aber immer noch nicht profitabel - dies gelte auch auf lange Sicht.

Marktbeobachter verweisen ebenfalls auf Konkurrenten auf dem heiß umkämpften Markt. So bieten Musicmatch.com und BuyMusic.com für die PC-Nutzer seit Monaten schon Songs oder ganze CDs zum kostenpflichtigen Herunterladen an. Auch der Musikdateien-Pionier Napster hat für Ende Oktober seinen Einstieg in das legale Download-Geschäft angekündigt.

Internetanbieter Yahoo! setzt auf eine breit angelegte Informationsplattform. Dort lassen sich Musikvideos ansehen oder aktuelle Meldungen zu Stars und Tourneedaten nachlesen. Im kommenden Jahr will Yahoo! nach Angaben der dpa das Musikangebot durch ein Web-Radio erweitern.

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