Die acht Erfinder versprechen sich viel von ihrem Patent: Ihr System zur "Überwachung von Gruppenaktivitäten" könne "automatisch Frustration oder Stress bei Computeranwendern ausmachen". Dazu soll ein Programm kontrollieren, was der Anwender am Computer gerade macht. Gleichzeitig soll ein Schwarm drahtlos mit einem Zentralrechner vernetzter Sensoren Blutdruck, Mimik, Körpertemperatur überwachen. Software werde diese Beobachtungen dann mit Standardwerten abgleichen und Abweichungen erkennen.
Eingereicht wurde der Patentantrag (Begünstigter: Microsoft) für dieses Kontrollsystem Mitte 2006 beim US-Patentamt. 18 Monate später, am zweiten Weihnachtstag 2007, wurde der Antrag öffentlich gemacht, nun hat ihn die britische "Times" entdeckt. Die Tageszeitung spekuliert, das Microsoft-Kontrollsystem könne genutzt werden, um "Produktivität, körperliches Wohlbefinden und Kompetenz" von Mitarbeitern zu überwachen.
Im Patentantrag zählen die Forscher diese möglichen Anwendungen auf:
Ob aus diesem sehr abstrakten Patentantrag auf einige Kontroll-Methoden tatsächlich ein Patent wird, ob Microsoft ein derartiges Produkt plant oder je planen wird, ist jedoch völlig offen. Das Patent wollte eine Microsoft-Sprecherin nicht gegenüber der "Times" kommentieren. Sie sagte nur, Microsoft sei stolz auf seine weltweit 7000 zugestandenen Patente, kommentiere Patentanträge aber nicht, weil in dieser Phase alle in den Dokumenten gemachten Angaben noch geändert werden könnte.
lis
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