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Mac-Hype: Apple verliert den Kultstatus

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Überfüllte Läden, protzende iPhone-Besitzer, spinnende 999-Euro-iPhones, Sicherheitsprobleme: Die Kultmarke Apple verspielt mit wachsendem Erfolg ihren Ruf. Inzwischen stänkern immer mehr Blogger gegen die Tausendsassa aus Cupertino - wie einst gegen den Erzrivalen Microsoft.

Apple, der kleine, missachtete, elegante, alternative, elitäre aber freundliche Gegenspieler der bösen Computerriesen – das war einmal.

Der Mac-Konzern kann fast jede Woche einen neuen Rekord melden: 15 Milliarden Dollar flüssige Mittel hat Apple angehäuft, das iPhone schlägt schon ein paar Monate nach Verkaufsstart beim Anteil an Webaufrufen alle anderen Handy-Browser - samt Windows-Smartphones - und der Anteil der Mac-Rechner am Computermarkt war noch nie so groß wie heute. Und er soll weiter steigen. Bis Heiligabend dürfte Apple mehr Computer verkauft haben als je zuvor in einem Weihnachtsquartal.

Apple ist zum Massenprodukt geworden. Und plötzlich hat jeder was zu meckern: Technik-Blogger, Computerpresse, Sicherheitsfirmen, Programmierer und natürlich enttäuschte iPhone-Käufer.

Das ist der Nachteil des Hypes: Wer Erfolg hat, muss mehr einstecken. Nur kommt bei Apple hinzu, dass die Marke (jahrelanger Slogan: "Think different") sich einfach nicht so richtig mit Massenzuspruch verträgt. Der IT-Kolumnist Mike Elgan beschreibt das so: "Durchschnitts-Anwender, Firmenkunden, Cyber-Kriminelle und Anwälte wollen Anteil an Apples Erfolg haben." Jahre lang hätten die treuen Fans mehr Zuspruch für Apple herbeigewünscht. Jetzt, so Elgan, "wird der Traum wahr und er sieht mehr und mehr aus wie ein Alptraum".

Schlechte Stimmung – SPIEGEL ONLINE dokumentiert Apples Probleme mit dem Massenerfolg

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