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Microsoft-Pläne: Windows wird sieben, Office geht online

Nur drei Jahre soll es dauern, bis der Vista-Nachfolger in die Läden kommt. In der Zwischenzeit sollen ein Vista-Update und Online-Funktionen fürs Office-Paket die Anwender bei Laune halten.

Der Termin steht schon fest: Bis Microsoft die nächste Inkarnation seines Windows-Betriebssystems auf dem Markt bringt, sollen die Anwender nur drei Jahre warten. Im Rahmen der Global Exchange Konferenz (MGX) im kalifornischen Orlando ließ das Unternehmen verlauten, man plane die neue Version bis 2010 fertigzustellen. Ganz festlegen mochte man sich aber noch nicht: So heißt es in einem Dokument, das Mary Jo Foley auf ihrer Webseite "Microsoft Watch" veröffentlicht hat, der endgültige Verkaufstermin werde erst festgelegt, wenn das Produkt den gesetzten Qualitätsanforderungen entspricht.

Windows Vista: Der Nachfolger soll bereits in drei Jahren kommen
AP

Windows Vista: Der Nachfolger soll bereits in drei Jahren kommen

Die neue Software soll sowohl in einer 32-Bit- als auch in einer 64-Bit-Version erscheinen. Angaben, ob geplant ist, das unter dem Codenamen "Windows Seven" (Windows Sieben) entwickelte Betriebssystem wieder in Form unterschiedlicher Editionen auf den Markt zu bringen, machte das Unternehmen nicht. Vista war in verschiedenen Editionen erschienen.

Ob Microsoft den selbstgesetzten Termin einhalten wird, steht indes noch in den Sternen: Verzögerungen bei der Entwicklung neuer Betriebssystemversionen haben bei dem Unternehmen Tradition. Als Paradebeispiel mag Vista dienen: Erstmals wurde das aktuelle Windows-Betriebssystem im Sommer 2001 angekündigt. Damals lief es noch unter dem Codenamen "Longhorn" - und sollte eigentlich nur als Lückenfüller zwischen Windows XP und einem System namens "Blackcomb" dienen. Letzteres war ursprünglich für 2002 geplant. Nachdem für "Longhorn" zunächst grob der Zeitraum von 2004 bis 2005 für die Veröffentlichung angepeilt wurde, musste der Verkaufsstart in mehreren Schritten bis auf den Januar 2007 verschoben werden.

Vista-Update erst 2008?

Trotz des enormen Aufwands bleibt der verkaufsfördernde Erfolg von Vista bislang offenbar hinter den Erwartungen der PC-Branche zurück: Experten vermuten, dass viele IT-Beauftragte in Unternehmen zumindest bis zum Erscheinen des Service Pack 1, des ersten großen Updates, warten, bevor sie Vista für den betrieblichen Einsatz freigeben. Doch eben dieses Servicepack lässt weiter auf sich warten. Nachdem vergangene Woche Gerüchte die Runde machten, das Servicepack sei in Kürze zu erwarten, stellte Microsoft nun klar, man wolle "noch in diesem Jahr" eine Vorabversion (Beta) fertigstellen. Damit dürfte klar sein, dass mit einer finalen Version nicht vor 2008 zu rechnen ist.

Noch in diesem Jahr soll indes die Bürosoftware Microsoft Office um Online-Funktionen erweitert werden. Jeff Raikes, der Leiter von Microsofts Business- und Servicesparte, sagte gegenüber der "Financial Times", man reagiere mit diesem Schritt auf Angebote von Google, die typische Office-Funktionen ins Web verlegen. Details darüber, auf welche Weise das geschafft werden soll, nannte der Microsoft-Manager nicht.

mak

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