Mozilla 1.7 Der Drache spuckt noch schneller

Schlanker, schneller und raffinierter ist sie - die neue Ausgabe des kostenlosen Browserpakets Mozilla. Das Open-Source-Programm beherrscht Dinge, von denen man bei Microsofts Internet Explorer nur träumen kann.


Mozilla: Kostenloser Browsersuite für Windows, Linux, Mac OS

Mozilla: Kostenloser Browsersuite für Windows, Linux, Mac OS

Die Familie der Internet-Programme von Mozilla ist komplett erneuert worden. Die Browser-Suite von Mozilla liegt jetzt in der Version 1.7 vor - voerst nur in englischer Version. Doch die deutsche Ausgabe dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen - Release Candidat 3 ist bereits fertig.

Das mehr als elf Megabyte große Programmpaket umfasst Browser, E-Mail- und Chat-Programm und läuft unter Windows, Linux und Mac OS X. Mozilla ist schlanker und zugleich schneller geworden, was sowohl den Start des Programms, als auch die Darstellung der Web-Sites betrifft.

Neu sind unter anderem ein verfeinerter Popup-Blocker und ein Passwortmanager, der gespeicherte Zugangscodes auch im Klartext anzeigt. Allerdings muss der Surfer zuvor ein Masterpasswort festlegen, damit nicht jeder zufällig am Rechner Stehende die Zugänge ausspionieren kann. Verbessert wurde auch die Synchronisation des Mailprogramms mit Palm-Organizern.

Neben Mozilla sind auch der eigenständige Browser Firefox in der Version 0.9 und das E-Mail-Programm Thunderbird in der Version 0.7 erschienen. Alle Programme stehen kostenlos auf der Web-Site von Mozilla zum Download bereit.

Heise Security hat unterdessen Webmaster und Mozillabenutzer davor gewarnt, sich nach der Installation des Browsers zu sehr in Sicherheit zu wiegen. Nicht nur der löchrige Internet Explorer und Microsofts Mailprogramme Outlook und Outlook Express seien ein Risiko. Auch Mozilla enthalte gefährliche Bugs.

Vor allem vor leichtsinnigem Umgang mit Mozilla-Plugins wird gewarnt. Angeblich soll es bereits Webseiten mit speziell auf Mozilla zugeschnittenen Schadfunktionen geben, die einen Trojaner installieren. Immerhin installieren sich die Plugins erst nach Bestätigung durch den Surfer.

Ergänzung: Ben Bucksch, Programmierer aus dem Mozilla-Sicherheitsteam, hält diese Warnung auf Heise Security jedoch für vollkommen übertrieben. Er erklärte gegenüber SPIEGEL ONLINE, der Benutzer bekomme wie gewollt einen Bestätigungsdialog, in dem ganz deutlich vor den gefährlichen Implikationen gewarnt werde. "Wenn der Benutzer dann so überaus leichtsinnig ist, bei fragwürdigen Seiten trotzdem 'Install' zu klicken, kann man nicht dem Programm die Schuld geben", so Bucksch. Er empfiehlt, grundsätzlich nur Software aus vertrauenwürdigen Quellen zu installieren oder zu starten.



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