Neue IBM-Strategie Linux für Großrechner

IBM goes Linux: Der amerikanische Rechner-Riese stellt seine ersten Mainframe-Computer vor, die ausschließlich für das Open-Source-Betriebssystem konzipiert wurden.


zSeries-Mainframe von IBM: Ganz auf Linux eingestellt

zSeries-Mainframe von IBM: Ganz auf Linux eingestellt

Die beiden neuen Maschinen, die "iSeries" für kleinere und die "zSeries" für großformatige Anwendungen, sollen die Server von Konkurrenten wie Dell und Sun aus dem Feld schlagen. IBM betritt damit nach eigenen Angaben technisches Neuland, da erstmals eine neue Mainframe-Technologie vollständig auf Linux ausgerichtet worden sei.

Die großen IBM-Multiprozessor-Mainframes standen vor allem in den sechziger und siebziger Jahren in den Kellern vieler Unternehmen, wurden dann aber von billigeren PCs und Servern verdrängt. Nun ist IBM der Meinung, dass die Großrechner wieder im Kommen sind: Immer mehr Unternehmen hielten es schlicht für zu teuer, Dutzende oder gar Hunderte Server zusammenzuschalten, um ihren Rechenbedarf zu decken.

Laut IBM kann ein "iSeries"-Mainframe bis zu 15, das "zSeries"-Modell gar Hunderte normaler Server ersetzen. "Linux wird immer wichtiger in Mainframe-Bereich", sagt IBM-Marketingexperte Peter McCaffrey. "Viele IT-Unternehmen wollen ihre Kosten reduzieren, indem sie die Dell-Intel- und Sun-Unix-Server abschaffen." Zudem sollen die neuen Modelle auch ohne Kenntnisse in traditionellen Mainframe-Betriebssystemen wie z/OS bedienbar sein.

IBM hatte Linux schon zuvor als alternative Plattform für seine Mainframes im Angebot. Nach Angaben des Unternehmens wurden elf Prozent der im vergangenen Quartal verkauften Rechenkapazität ausschließlich für Linux ausgeliefert.

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