Niederländische Studie UMTS macht schlau, aber krank

Das niederländische Wirtschaftsministerium hat am Dienstag eine Studie vorgelegt, deren Ergebnisse es nun im Rahmen der EU diskutieren will. Demnach haben UMTS-Sendeanlagen einen messbar negativen Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen.


UMTS-Sendemast: Kopfschmerz, Schwindel, Brechreiz?
DPA

UMTS-Sendemast: Kopfschmerz, Schwindel, Brechreiz?

Die gute Nachricht vorweg: Unter dem Einfluss einer UMTS-Sendeanlage scheinen Menschen mehr erinnern und schneller reagieren zu können. Die Schlechte: Ihnen wird schwindelig und schlecht dabei.

Das ist kein dummer UMTS-Scherz, sondern Ergebnis einer niederländischen Studie, die das Wirtschaftsministerium am Dienstag vorlegte. Die positiven Einflüsse auf kognitive Prozesse sind demnach sowohl bei UMTS-, als auch unter dem Einfluss der durch herkömmliche Handy-Sendenalagen verursachten elektromagnetischen Felder zu messen. Die negativen Einflüsse jedoch maß die Studie nur unter UMTS.

Das niederländische Wirtschaftsministerium bezeichnet die Erkenntnisse der Studie als "signifikant" und mahnt Diskussionsbedarf auf EU-Ebene an. Zu den festgestellten Symptomen gehörten Kopfschmerzen, kribbelnde

Gefühle und Brechreiz.

An der Studie waren zwei Gruppen à 36 Testpersonen beteiligt. Sie wussten zu keinem Zeitpunkt, was für einer Art elektromagnetischem Feld sie ausgesetzt waren und ob dieses aktiviert war oder nicht. Der kleinen Studie sollen nun größere Versuchsreihen folgen. Die Tatsache, dass Negativeffekte ausschließlich unter dem Einfluss von UMTS-Sendeanlagen auftraten, kommentierte das Ministerium als "alarmierend".



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