Rechte Spam-Mails: Landeskriminalamt sucht Verantwortliche

Bei der Suche nach dem Auslöser der E-Mail-Flut mit ausländerfeindlichem Inhalt ist das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern eingeschaltet worden. Der überwiegende Teil der Spams kam von einem Rechner der Universität Rostock - mittlerweile wurde er abgeschaltet.

Gut gesicherte Rechtsradikalen-Demo (Archiv): LKA Mecklenburg-Vorpommern bei der Suche nach dem Auslöser der rechten Spam-Flut eingeschaltet
DPA

Gut gesicherte Rechtsradikalen-Demo (Archiv): LKA Mecklenburg-Vorpommern bei der Suche nach dem Auslöser der rechten Spam-Flut eingeschaltet

Hamburg - Laut einem Bericht der heutigen Ausgabe der "Schweriner Volkszeitung" wurde der Spam-Angriff jedoch außerhalb der Universität Rostock mit Viren-Programmen vorbereitet und gestartet. Der Sprecher des Schweriner Landeskriminalamtes, Olaf Paetow, sagte dem Blatt: "Es gibt bisher keine Hinweise, dass Mitarbeiter oder Studenten der Rostocker Uni in diesen Fall verwickelt sind."

Eine SPIEGEL-ONLINE-Analyse der Mails hatte gestern ergeben, dass die Tausenden Spams von verschiedenen Accounts ausgehen. Weit mehr als 80 Prozent der beim SPIEGEL eingelaufenen rechten Spams liefen jedoch über einen Server an der Uni Rostock. Eine Nachfrage in der dortigen Netzwerkverwaltung ergab, dass die identifizierte IP-Nummer des Versenders zum Mail-Account eines dort eingeschriebenen Studenten gehört.

Die Uni Rostock zeigte sich entsetzt über den Missbrauch eines ihrer Rechner. "Es war ein echter Hammer", sagte Sprecher Karl-Heinz Kutz der "Volkszeitung" über die rechte Propaganda. Schließlich habe es gerade am Vortag noch eine große Mitarbeiterveranstaltung gegen einen in Rostock geplanten Aufmarsch von Rechtsextremisten gegeben.

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