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RSS-Newsdienste: Nachrichten-Saugen für Fortgeschrittene

Nachrichten-Junkies, die sich gern auch zwischendurch auf den neuesten Stand bringen, bietet das Web mit RSS-Diensten ein echtes Bonbon: Sie sammeln Schlagzeilen und Kerninfos und lenken Interessierte hin zum entsprechenden Bericht.

Bssss: Die Suche nach relevanten Nachrichten kann man auch eine Maschine erledigen lassen
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Bssss: Die Suche nach relevanten Nachrichten kann man auch eine Maschine erledigen lassen

Trotz aller Multimedia-Angebote mit interaktiven Spielen und Kinofilmen zum Herunterladen, das Internet ist nach wie vor in erster Linie ein Informations- und Kommunikationsmedium. In Umfragen stehen Nachrichtenangebote regelmäßig weit oben auf der Skala der Beliebtheit. Das Netz bietet in diesem Bereich unschätzbare Vorteile: Gute Angebote sind sogar schneller als das Radio und Hintergrundinformationen gleichzeitig nur einen Klick entfernt. Mit seinen Lieblingssites kann sich jeder Nutzer individuell und gezielt informieren.

Allerdings gibt es einen weitaus effizienteren Weg zu den Nachrichten aus dem Netz, als regelmäßig Websites abzusurfen. Viele Websitebetreiber - neben Nachrichtenangeboten auch Weblog-Autoren - liefern neben der üblichen Browser-Version ihren Dienst auch in einem speziellen XML-Format an.

Bei XML handelt es sich um eine Auszeichnungssprache ähnlich wie HTML. Während Webbrowser dazu da sind, Webseiten (meistens im HTML-Format) anzuzeigen, gibt es auch Programme, die XML-Dateien interpretieren und ähnlich wie E-Mails in einem Mail-Programm geordnet anzeigen können.

RSS: Nichts als die Nachricht

Die Nachrichtenangebote bedienen sich des XML-Standards RSS. Die Abkürzung steht für Rich Site Summary. Während Websites neben Texten meist auch Bilder, Grafiken sowie eine Navigation und manchmal auch Animationen enthalten, sind RSS-Dateien auf den Inhalt reduziert und können daher von anderen Programmen verarbeitet und individuell dargestellt werden. Am gebräuchlichsten sind so genannte RSS-Reader.

Diese Programme sehen selbständig auf den gewünschten Websites nach Neuigkeiten und laden diese in Form von Überschriften - zum Teil ergänzt durch kurze Teasertexte - herunter. Interessiert sich der Nutzer für eine Meldung im Detail, kann er sich diese mit einem Doppelklick auf die Überschrift im Volltext auf den Bildschirm holen. Erst in diesem Moment wird die entsprechende Website geladen.

Ein sehr einfacher, jedoch zugleich funktionaler RSS-Reader ist das Programm Feedreader (www.feedreader.com). Die Software steht unter der General Public License (GPL) der Free Software Foundation, darf somit kostenlos eingesetzt und weitergegeben sowie - entsprechende Programmierkenntnisse vorausgesetzt - verändert werden.

So leicht wie E-Mailen

Die Oberfläche erinnert an gängige E-Mail-Programme wie Outlook oder den Messenger von Netscape. Links im Programmfenster befindet sich ein Menü, in das abonnierte Nachrichtendienste eingebunden werden. Rechts daneben zeigt das Programm die Nachrichtenüberschriften und in einem Fenster darunter die Teaser sowie bei Bedarf die Volltexte an. Als Alternative bietet sich zum Beispiel auch der RssReader (www.rssreader.com) mit einem ähnlichen Funktionsumfang an.

Etwas schwieriger als die Installation und Einrichtung der Software ist es, die gewünschten Informationen zu finden. RSS-Angebote werden in der Regel mit einem kleinen orangefarbenen Symbol mit der Aufschrift "RSS" oder "XML" gekennzeichnet. Doch die gilt es erst einmal zu finden. Schneller ist man gerade am Anfang mit Hilfe spezieller Verzeichnisse für RSS-Nachrichtendienste, zum Beispiel www.rss-verzeichnis.de.

Das Abonnieren eines Nachrichtenangebots ist anschließend sehr einfach. Der Nutzer muss lediglich die Adresse der XML- oder RSS-Datei kopieren und über die Funktion "Add new Channel" oder "New Feed" in den Reader übernehmen. Anschließend sucht sich das Programm die gewünschten Informationen automatisch und zeigt Überschriften und Teaser an. In vom Nutzer definierten Abständen sucht die Software von nun an nach neuen Nachrichten.

Björn Sievers, ddp

P.S. in eigener Sache: Natürlich bietet auch SPIEGEL ONLINE einen top-aktuellen RSS-Newsfeed an. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeiten, die aktuelle Schlagzeilenübersicht als "aufschlagbare" Sidebar in den Browser zu integrieren oder die sich ständig aktualisierende Übersicht als Pop-up-Fenster aufzurufen. Mehr dazu auf unserer Übersicht über Nachrichten-Zusatzservices bei SPIEGEL ONLINE.

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