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Sober: "BKA-Wurm" legt im Januar nach

Sicherheitsexperten warnen vor einer neuen Spam-Welle Anfang Januar. Auslösen soll sie jener Sober-Wurm, der erst kürzlich Mails unter dem gefälschten Absender des Bundeskriminalamts verschickt hatte.

"Sie besitzen Raubkopien" oder "Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet" - unter diesen Betreffzeilen ist der sogenannte "BKA-Wurm" Sober.Z vielen Surfern bislang bekannt. In den Wurm haben Programmierer jedoch offenbar noch eine zweite Spamwelle eingebaut, wie das US-Sicherheitsunternehmen iDefense jetzt herausgefunden hat.

Vermutlich am 5. Januar - einem Nazi-Jubiläum - würden Spam-Mails mit politischem Inhalt gestreut, teilte die Firma mit. Im Vorgriff auf den Angriff seien schon jetzt Millionen Systeme infiziert - Adressbücher von Computern würden gescannt, damit Hunderte Millionen Botschaften versendet werden könnten. Es sei zu befürchten, dass sich der Wurm automatisch an die aufgelisteten Adressen weiter versende. Als Absender würden politische Einrichtungen erscheinen.

Die Experten von iDefense wollen den Code von Sober.Z mit Reverese Engineering geknackt haben und so auf die bislang unbekannte Schadensroutine gestoßen sein. Auf ähnliche Weise war im Frühjahr auch der WM-Ticket-Wurm Sober.O mutiert: Vor den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen verschickte er Nazi-Spam.

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