Hamburg - "Die gesamte Industrie ist enttäuscht über Windows Vista", sagte Acer-Präsident Gianfranco Lanci der "Financial Times Deutschland". Noch nie habe eine neue Windows-Version den Absatz von Computern derart wenig angekurbelt wie Vista. "Das wird sich auch im zweiten Halbjahr nicht ändern", befürchtet Lanci.
Laut Lanci bitten Geschäftskunden oft darum, das alte Betriebssystem Windows XP aufzuspielen. Obwohl die Branche Jahre auf Vista gewartet habe, sei die Software beim Start immer noch nicht zu 100 Prozent ausgereift gewesen. "Die Stabilität ist sicher ein Problem", sagte der italienische Manager.
Lanci führt den Konzern gemeinsam mit Gründer Stan Shih und Vorstandschef J.T. Wang. Zuletzt lag der Jahresumsatz des Konzerns bei 11,3 Milliarden Dollar. Acer ist der weltweit viertgrößte Produzent von Computern nach Hewlett Packard, Dell und Lenovo.
In Deutschland hatte Microsoft Windows Vista im Januar auf den Markt gebracht und mit verbesserten Sicherheitsfunktionen geworben. Windows ist weltweit auf schätzungsweise mehr als 90 Prozent aller Personalcomputer installiert.
rüd/AP/dpa
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