Software: Acer-Boss wütend über Windows Vista

Die Entwicklung dauerte Jahre, die Einführung Monate, doch die Erwartungen an Windows Vista, das neue Betriebssystem von Microsoft, haben sich laut Acer-Boss Lanci nicht erfüllt. Seine Geschäftskunden würden lieber wieder auf XP umschwenken.

Hamburg - "Die gesamte Industrie ist enttäuscht über Windows Vista", sagte Acer-Präsident Gianfranco Lanci der "Financial Times Deutschland". Noch nie habe eine neue Windows-Version den Absatz von Computern derart wenig angekurbelt wie Vista. "Das wird sich auch im zweiten Halbjahr nicht ändern", befürchtet Lanci.

Windows-Packung: Ärger über Stabilitätsprobleme
AFP

Windows-Packung: Ärger über Stabilitätsprobleme

Laut Lanci bitten Geschäftskunden oft darum, das alte Betriebssystem Windows XP aufzuspielen. Obwohl die Branche Jahre auf Vista gewartet habe, sei die Software beim Start immer noch nicht zu 100 Prozent ausgereift gewesen. "Die Stabilität ist sicher ein Problem", sagte der italienische Manager.

Lanci führt den Konzern gemeinsam mit Gründer Stan Shih und Vorstandschef J.T. Wang. Zuletzt lag der Jahresumsatz des Konzerns bei 11,3 Milliarden Dollar. Acer ist der weltweit viertgrößte Produzent von Computern nach Hewlett Packard, Dell und Lenovo.

In Deutschland hatte Microsoft Windows Vista im Januar auf den Markt gebracht und mit verbesserten Sicherheitsfunktionen geworben. Windows ist weltweit auf schätzungsweise mehr als 90 Prozent aller Personalcomputer installiert.

rüd/AP/dpa

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Forum - Windows Vista - Erste Lücke entdeckt
insgesamt 60 Beiträge
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1.
TiAdiMundo 01.02.2007
Zitat von sysopWas haben Sie für Erfahrungen gemacht? Ist Vista besser als XP?
Kurz: Ja. Aber es ist keine Revolution. Ganz sicher nicht. Auch die Oberfläche hat meiner Meinung nach nicht die Qualität, die XP hatte. Selbst wenn viele es hübscher finden werden; mich stören die ganzen Reflektionen und teilweise schlecht genutzten Kontraste der Oberfläche. Hier wurde eindeutig falsch von Apple kopiert. Wo Apple zur Zeit die Glanzlichter reduziert, hat Microsoft bei Windows Vista übertrieben. Doch unter der Haube hat sich merklich viel getan. Netzwerk, Sicherheit und Geschwindigkeit wurden wesentlich verbessert. Alles ist einfacher, man braucht weniger Klicks, es kommen nicht so viele nervige Sprechblasen usw. Tausende Kleinigkeiten, bei denen man sagt: nie mehr ohne! (z. B. der kleine echte Kalender, wenn man auf die Uhr in der Taskleiste klickt, oder die Thumbnail-Vorschau für Programme in der Taskleiste) auch die Mausunterstützung im "Alt"+"Tab"-Menü ist für Poweruser unverzichtbar. Und worüber man so gut wie nie etwas liest: der neue Windows-Explorer ist einfach mal das Non-Plus-Ultra in Sachen Dateiverwaltung. Da ist Apple noch weit von entfernt. Beispiel: man kann nicht nur Dateien z.B. nach Änderungsdatum sortieren wie bisher, sondern durch Klicken auf einen kleinen Pfeil daneben in einem Kalender einfach einen Bereich aufziehen und in Echzeit werden nur die relevanten Dateien angezeigt. Diese Filterfunktionen sind wirklich beeindruckend und alle kombinier- und speicherbar. Ebenso die Möglichkeit, Meta-Daten wie Stichwörter oder Bewertungen direkt im neuen Detailbereich bearbeiten zu können ist ein Segen, wenn man mit vielen Dokumenten oder Bildern zu tun hat. Wer mit Mac OS X arbeitet (wie ich auch) kennt ja die Vorteile der schnellen Indexsuche schon aber zum Beispiel beim Thema Gadgets/Widgets hat Microsoft einfach das bessere Konzept: die Miniprogramme kann man (wie Apples Vorbild Konfabulator damals schon) frei positionieren oder nebenbei anzeigen lassen. Beim Mac geht nur entweder Desktop oder Dashboard. Ich glaube viele Leute trauen dem ganzen bunten Glanz nicht, aber es ist wirklich ein gutes Betriebssystem. Ich nutze es nun schon seit Beta 2 und seit dem Release Candidate 2 als Hauptsystem. Die Stabilität ist wirklich beeindruckend! Natürlich wurde viel kopiert, oder man kann auch sagen, das integriert, was sich eben für ein modernes BS gehört und technisch eben angesagt ist. Doch selbst Vista hat etliche Innovationen: DirectX 10 wird es zum Beispiel ermöglichen, dass der Arbeitsspeicher als Grafikspeicher genutzt werden kann (da freut sich der Geldbeutel) oder ein USB-Stick als Speichererweiterung genutzt werden kann (besonders bei Notebooks interessant) Leider ist es zur Zeit ja unpopulär sowas zu sagen: aber was Backup, Produktivität und Funktionsumfang angeht ist es selbst den (bisher bekannten) Funktionen von Mac OS 10.5 (Leopard) überlegen! Man sollte Vista also ruhig ernstnehmen und sich mal genauer anschauen.
2.
oddo 01.02.2007
zum Artikel: In meinen Augen wird dieser "Exploit" zu hoch eingeschätzt. Es handelt sich hierbei einfach um ein Problem bei der Sprachsteuerung allgemein, ähnliche Programme gibt es auch bei Mac oder Linux und da kann das genauso vorkommen. Außerdem ist die Sprachsteuerung nicht generell aktiviert und wer dies tut sollte sich solchen Gefahren bewusst sein. also wenn man nicht am Pc sitzt einfach Voicesteuerung deaktiveren oder Lautsprecher / Mikrofon ausschalten. ps: Systemkonfigurationen müssen in Vista sowieso durch einen Klick bestätigt werden. zu Vista im Allgemeinen: wie mein Vorredner gesagt hat, hat sich im Inneren viel getan und allgemein kann man sagen dass Vista besser ist als XP. Das heißt aber nicht dass sich ein Umstieg lohnt, zu mindest auf Kurze Sicht. Zum einen muss man sich im Klaren sein ob man gewillt ist sein ganzes System neu aufzusetzen und dann muss man auch noch das !umgewöhnen! einrechnen. Mir geht es so dass ich unter XP genau weiß, wie ich wo was zu verstellen habe.
3.
Baumhaus 01.02.2007
Das ist nur dann eine Sicherheitslücke, wenn man davon ausgeht, dass die Spracherkennungssoftware ausschließlich auf die Stimme des Users und auf niemanden sonst hört - aber wer hat das je behauptet?
4.
Walter Kind 01.02.2007
Zitat von TiAdiMundoDoch unter der Haube hat sich merklich viel getan. Netzwerk, Sicherheit und Geschwindigkeit wurden wesentlich verbessert.
Na das halte ich aber für ein marketingähnliches Gerücht. Vielleicht mit 2 Gb RAm und 8800GTS und X2 6000+. Mit der Config würde mein gutes altes W2k abgehen wie eine Rakete. Genauso wie Xp langsamer ist als Win2k, wird Vista nie und nimmer schneller sein als XP. Wenn der Desktop nach dem Start erschienen ist, sind bereits über 500 MB Ram verfrühstückt - für alle möglichen Dienste, die den unzähligen Hackern im Netz wieder Tür und Tor öffnen werden um den PC zu kapern. Wenn ich Win2K starte, sind 180MB weg. Und Sie dürfen nicht vergessen, dass ein frisch aufgestztes System IMMER schneller ist als 2-3 Jahre altes, bei dem sich allerhand Datenreste angesammelt haben. So viel dazu.
5. Warum was ausschalten??
TommIT 01.02.2007
Lautsprecher aus den bei Spracherkennung an benutzt man doch eh ein Headset. Was anderes macht eh keinen Sinn!!??
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