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Software für den iPod: Intelligente Zweckentfremdungen

Von Gregor Wildermann

Fünf Jahre hatten die Softwareentwickler Zeit, sich zu überlegen, was man mit dem Kultgerät iPod außer Musik zu hören noch anfangen kann. Zum ersten kleinen Jubiläum stellen wir 20 Programme vor, mit dem Sie Ihr Gerät noch einmal aufbohren können - und das zumeist kostenlos.

Klein, weiß und teuer. Was Anfang 2001 bei Apple selbst noch unter dem Codenamen "Dulcimer" bekannt war, wurde am 23. Oktober 2001 unter dem Namen iPod vorgestellt. Erinnerte das erste Modell noch an ein etwas unhandliches und schweres Stück Seife, wurde der vom Engländer Jonathan Ive designte Musikplayer spätestens mit dem abgerundeten zweiten Modell und seinem Click-Wheel zum Welterfolg. Sogar so erfolgreich, dass schon manch Raubüberfall nur dieser Stilikone galt. Jenseits von Musik, Bildern und neuerdings auch Videos kann der iPod jedoch noch zu weit aus mehr genutzt werden.

iPod als Reiseführer

Auf Reisen spart man sich gerne unnötiges Gewicht und will trotzdem noch in der hintersten Gasse von Venedig, London oder Tokio wissen, wer der Erbauer des augenscheinlich wichtigen Gebäudes ist. Wcities.com verwandelt den iPod kostenlos in einen aktuellen Reiseführer inklusive komplettem Kinoprogramm und Eventvorschlägen. Nach kurzer Registrierung und einem zugesandten Passwort hat man Zugriff auf Tipps zu rund 300 weltweiten Städtezielen. Die einzelnen Tipps werden auf den iPod via der Notizzettelfunktion gebracht. Im Fall von Berlin sind das 251 einzelne Notizzettel, während Lübeck mit gerade mal 20 Zetteln auskommt.

Dabei sollte man beachten, dass der iPod nur maximal 1000 Notizdateien abspeichern kann. Besitzer eines neueren Modells des iPod können sich auf der Netzseite des Amerikaners William Bright U-Bahnkarten zu gut zwei Dutzend Weltmetropolen von Berlin bis Washington DC kostenlos herunter laden. Wer es noch individueller mag und demnächst nach New York oder Paris fährt, findet bei

Soundwalk.com Städteführer für spezielle Viertel und Gegenden.

http://ipod.wcities.com

http://www.isubwaymaps.com/

http://www.soundwalk.com/

iPod als Übersetzer

Wer schon in fremden Ländern unterwegs ist, kann abseits vom Reiseführer vielleicht auch gleich die anfallenden Sprachprobleme vom iPod aus dem Weg räumen lassen.

Von der Firma Jourist gibt es zehn erhältliche Sprachführer, die jeweils 30 Euro kosten und im Set mit einem kleinen aufsteckbaren Lautsprecher verkauft werden. Gut 2000 Phrasen können damit übersetzt werden und so manch Sprachlosigkeit überwinden. Als gutes Englischlexikon hat es das iPREPpress zusammen mit Merriam Webster ein interaktives Nachschlagewerk mit 40.000 Begriffen auf den iPod gebracht. Zum Preis von knapp 10 US-Dollar könnte sich diese Investition lohnen. Die jeweils letzte Wikipedia-Version als kompletter iPod-Download mit rund 750 Megabyte findet man dagegen kostenlos beim Encyclopedia-Projekt. Vor allem Studenten und Schüler ohne ständigen Netzzugang oder übergroßem Spickzettel dürfte diesen Download willkommen heißen.

http://www.jourist-online.de

http://www.ipreppress.com/Pages/Reference/MWPocket.htm

http://encyclopodia.sourceforge.net/en/index.html

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