Virtueller Rekorder Videos aufzeichnen im Internet

Ganz ohne Rekorder im Wohnzimmer könnten Videofreunde schon bald Fernsehsendungen aufzeichnen und wiedergeben: Bei der Cebit in Hannover wurde ein System vorgestellt, mit dem man gewünschte Programme in den Weiten des Netzes aufzeichnen kann. Bei Bedarf kommt der Film über DSL ins Wohnzimmer.


Fernsehen: Bald übers DSL-Kabel
DDP

Fernsehen: Bald übers DSL-Kabel

Einen persönlichen Videorekorder im Internet hat das Unternehmen tv1.de entwickelt: Shift TV richtet sich an die mehr als sechs Millionen privaten DSL-Nutzer und rund acht Millionen Nutzer von Breitband-Anbindungen in Firmennetzen. Interessenten können sich für die Grundversion kostenlos registrieren lassen.

Das Angebot von Shift TV besteht aus 20 deutschsprachigen Sendern, aus deren Programmangebot der Benutzer bei Shift TV Sendungen auswählen kann. Was er sich später ansehen will, kann er online in einer elektronischen Programmzeitschrift für die Aufzeichnung programmieren. Danach erhält er eine E-Mail mit einem Link zur Aufzeichnung. Nach einem Klick auf den Link beginnt der Videostream. In der kostenlosen Grundversion stehen für die Aufzeichnung maximal zwei Stunden Speicherplatz zur Verfügung.

HDTV-Fernseher: Höhere Bandbreiten noch in diesem Jahr

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Shift TV kann auf verschiedenen Ausgabegeräten genutzt werden, zum Beispiel am Windows-PC oder Notebook, mit einem tragbaren Abspielgerät oder auch am Fernseher. Einzige Voraussetzung ist eine Breitband-Verbindung mit mindestens 512 Kilobit pro Sekunde. Die Bildqualität soll im Vollbildmodus annähernd der von VHS-Rekordern entsprechen. Noch in diesem Jahr will Shift TV höhere Bandbreiten für das hochauflösende Fernsehen (HDTV) und eine Version für Handys anbieten.

Bei der Präsentation auf der Cebit in Hannover war der Zuspruch offenbar zu groß. Der Internet-Sender musste einräumen, dass er nicht mit so viel Interesse gerechnet habe und dass das System "der entstandenen Last nicht gewachsen" gewesen sei.

Unterdessen arbeitet man bei der BBC an einem Konkurrenzprodukt: In einem Abonnement-System sollen Kunden schon bald Filme und Programminhalte bestellen und über eine Bittorrent-artige Software beziehen können.

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