Spionage-Gefahr:Die Bundeswehr schießt gegen Microsoft
In Computern, die in sensiblen Bereichen eingesetzt werden, soll demnach keine Software der Firma Microsoft mehr verwendet werden. Nach Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden verfügt der amerikanische Spionagedienst NSA über alle einschlägigen Quellcodes der US-Firma und kann so selbst verschlüsselte Daten lesen. Um Geheimnisse zu schützen, setzt das Verteidigungsministerium daher auf Verschlüsselungstechniken der heimischen Firmen Siemens und Telekom.
Das Auswärtige Amt hat unterdessen seinen Plan zurückgestellt, Video-Konferenzen mit seinen Auslandsvertretungen einzuführen. Staatssekretär Gunter Pleuger erfuhr bei einer Telekom-Präsentation in Berlin Anfang März, dass sämtliche Satelliten-Übertragungswege aus technischen Gründen über die amerikanische Stadt Denver im Bundesstaat Colorado laufen.
Pleuger war der Umweg über die USA zu unsicher. "Dann können wir unsere Konferenzen ja gleich in Langley abhalten", spöttelte ein Pleuger-Mitarbeiter. In Langley (Virginia) residiert der amerikanische Geheimdienst CIA.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Netzwelt | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Web | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH