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04.03.2002
 

Bundesregierung

Schluss mit dem 0190-Betrug

Vor wenigen Tagen machte ein 0190-Web-"Angebot" Schlagzeilen, bei dem die Einwahl stolze 900 Euro kostete. Auch Surfern wird immer öfter betrügerisch in die Tasche gegriffen. Jetzt reicht es, meint Renate Künast.

Renate Künast: Kampfansage an Telefon- und Online-Trickbetrüger
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AP

Renate Künast: Kampfansage an Telefon- und Online-Trickbetrüger

Das Bundesverbraucherministerium will stärker gegen Firmen vorgehen, die Internet-Nutzer mit Hilfe von teuren Zugangsnummern betrügen. Dabei würden so genannte Dialer-Programme verwendet, die sich selbst installierten, den Internet-Zugang auf 0190-Nummern umleiteten und für ahnungslose Nutzer enorme Kosten verursachten, teilte das Ministerium am Montag in Berlin mit.

Telekommunikationsfirmen seien gefordert, konsequent gegen die Firmen vorzugehen. "Gelingt dies nicht in angemessener Frist, werden wir entsprechende Änderungen der gesetzlichen Regelungen initiieren", erklärte Verbraucherministerin Renate Künast. Das Ministerium empfahl Telekommunikationsfirmen, ihre Kunden rechtzeitig zu warnen, wenn die üblichen Gebühren überschritten seien. Außerdem solle in absehbarer Zeit dafür gesorgt werden, dass Mehrwertdienste und die normalen Online-Gebühren getrennt abgerechnet würden.

Die Dialer-Programme würden zwar auch von seriösen Firmen genutzt, aber von unseriösen Unternehmen oft missbraucht, erklärte das Ministerium. Einige Dialer blieben auch dann aktiv, wenn der Computer-Nutzer glaubte, sie abgeschaltet zu haben. Einfaches Surfen im Internet koste so mehr als 1,70 Euro in der Minute. "Bei anderen Dialern werden für die einmalige Nutzung Beträge bis zu 900 Euro fällig", hieß es. Laut Verbraucherministerium verstoßen die Firmen damit gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und das Gesetz zur Preisauszeichnung.

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