Von Frank Patalong
Natürlich weiß er nicht alles, aber niemand weiß mehr als er: Eine zumindest durch archäologische Relikte gesicherte Spur des extraterrestrischen Lebens zieht sich quer durchs Sonnensystem, von unserem freundlich lächelnden Mond bis hinaus in die kalten Regionen der Monde des Saturn. Zahlreiche Kollegen Hoaglands gehen einen Schritt weiter: Sie beobachten seit Jahren einen regen Verkehr auf dem Mond, von und hinaus ins äußere Sonnensystem und überhaupt - bei der Masse an TLDs ("Lunar Transient Phenomena") und ELOs ("Extra-Lunar-Objects") muss es schon richtig verwundern, dass sich die Piloten nicht öfter auf die Erde verirren.
Sorry, kleiner Filmriss: Passiert ja auch die ganze Zeit, und weil da auch die Nasa und andere die Hand drauf haben, wehren sich ja auch ganz bodenständige Bürgerrechtsbewegungen dagegen. Doch zurück zum Mond.
Hoagland: Der Wissen schafft, das sonst keiner hat
Wer da woher kommt, das weiß Hoagland auch nicht, das da aber wer ist, der nicht will, dass wir erfahren, worüber wir zumindest ein wenig wissen sollten, das weiß er: Schuld hat immer die Nasa.
Die manipuliert bis zum heutigen Tag die Fotos und Filme, gibt sich größte Mühe, die teils gigantischen Artefakte auf dem Mond zu verbergen. Unermüdlich rennt Hoagland dagegen an und schafft es so über den Umweg eines Berichtes in der russischen Tageszeitung "Vecherny Volgograd" mit seinen Thesen in die "Prawda", die sie treulich zitiert.
"To boldly go", überschreibt Hoagland seine Website in einer Variation des berühmten Enterprise-Mottos, "where someone has gone before": Die Beweise gibt es Schwarz auf Weiß, und er hat sie alle gesammelt auf seiner Website. Fotos von Ruinen, Spuren im lunaren Sand und Fels, aber auch
intakte Baustrukturen, die bis zum heutigen Tag allnächtlich auf uns herabsehen.Doch wer auch immer da oben sitzt und auf uns herabschaut, der hat nicht mit mir gerechnet: Ich schaue einfach zurück!
Die Nacht ist kalt. Gegen 2 Uhr im nassfeuchten Gras stehend ist mir die Kälte längst die Beine hinauf und unter der Jacke den Rücken hochgekrochen. Wer ein Teleskop besitzt, der weiß, wie da die Augen tränen können: Stück für Stück suche ich sie ab, die Oberfläche des so vertrauten Trabanten. Hat da kurz was aufgeblitzt? Städte, wo seid ihr? Wo spiegelt und bricht sich das Licht in euren so glatt polierten Wänden? Warum sehe ich euch nicht, warum hat euch nie jemand entdeckt von hier unten?
Ich kenne die Antwort, weil ich Hoagland gelesen habe. Ich wusste, dass ich nicht erwarten durfte, mit meinem kleinen Fernrohr zum Augenzeuge zu werden. Denn Otto-Normal-Alien, der Städte baut, die vielleicht Äonen

"Prawda"-Tasse: Russlands bekannteste Website entwickelt manchmal einen ganz eigenen Humor
Die Städte auf dem Mond kann man nicht sehen, weil sie aus Glas sind.
Ist doch logisch.
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