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26.11.2002
 

Neonazi-Websites

Rau gegen Rechts

Wenn es um Neonazi-Websites geht, findet Bundespräsident Johannes Rau starke Worte. Das Web, meint er, dürfe man nicht denen überlassen, die es "als Informationsquelle vergiften".

Johannes Rau: "Ächten, verbieten, bekämpfen"
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AP

Johannes Rau: "Ächten, verbieten, bekämpfen"

Als "Ekel erregend und unakzeptabel" bezeichnete Bundespräsident Johannes Rau die Vielzahl rechtsextremistischer Webseiten in einer Rede anlässlich der Übergabe eines von der Initiative "Fairlink" erarbeiteten Verhaltenskodex für das Internet.

Von den Regierungen in aller Welt forderte Rau ein "härteres Durchgreifen". Rechtsextremistenseiten müssten international "geächtet, verboten und bekämpft werden". Zu einem Kodex für das Internet gehöre auch, dass Internet-Anbieter mehr Selbstkontrolle übten und Nutzer sich selbst zum Boykott solcher Angebote verpflichteten.

Wörtlich sagte Rau: "Diese Seiten quellen über von Hass, sie schwelgen in Lügen und Geschichtsklitterung, ja es gibt auf ihnen sogar Mordaufrufe und Anleitungen zum Bombenbau und Massenmord." Das Internet dürfe nicht denen überlassen werden, die es als Informationsquelle vergifteten und statt geistiger Nahrung Hass anböten. In den letzten Jahren, so der Bundespräsident, sei die Zahl rechtsextremer Hassseiten sprunghaft angestiegen.

Rau ist Schirmherr der Initiative "Step 21", die hinter dem Fairlink-Projekt steht. Fairlink hatte in den letzten zwei Jahren unter Beteiligung von Jugendlichen einen Verhaltenskodex für den fairen Umgang miteinander im Internet erarbeitet. Step 21 wird als gemeinnützige Jugendinitiative für Toleranz und Verantwortung von der Bertelsmann Stiftung und den Großunternehmen Siemens und Daimler finanziert und von zahlreichen Prominenten unterstützt.

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