Im Studium lernt man was fürs Leben: Das gilt vor allem für die oft gering oder gar nicht bezahlten studentischen Hilfskräfte, die den Professoren manche Arbeit abnehmen. Im Idealfall dürfen sie dafür an exlusivem Wissen teilhaben. Im Alltag kommen dabei oft Tätigkeiten heraus, zu denen man nicht verurteilt wird, selbst wenn man Mama und Papa erschlagen hat: Das Kopieren endloser Wälzer, Beschriftungen umfänglicher Diasammlungen und ähnliche Herausforderungen an Intellekt und Feinmotorik.
Auch an den Universitäten Keio (Japan), Göttingen, an der British Library und zuletzt am Harry Ransom Humanities Research Center der University of Texas waren in den letzten Jahren Heerscharen von Hilfskräften und Fachleuten mit dem Einscannen eines dicken Wälzers beschäftigt, und doch kam dabei wohl kaum Langeweile auf.
Denn jede einzelne Seite des rund 1280 Seiten dicken Buches wäre theoretisch rund 15.600 Dollar wert: Auf einen Preis von rund 20 Millionen Dollar schätzt man beispielsweise die so genannte "texanische" Ausgabe der Gutenberg-Bibel. Auch sie steht nun vollständig im Web und bietet dem Surfer dort eine Klickstrecke, bei der jeder kommerzielle Online-Publisher mit einer gesunden Werbebuchungs-Situation glänzende Augen bekäme. Mindestens 600 Mal muss man klicken, bevor man "durch" ist.
Zu sehen bekommt detaillierte Faksimiles, sobald man entdeckt, wo der "Vergrößern"-Knopf versteckt ist: In einem kleinen schriftlichen Link jeweils rechts oder links unter der Abbildung.
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