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19.08.2003
 

Siemens

Warnung vor der Maus

Auf Trödelmärkten in Echtwelt und Internet kann man derzeit Schnäppchen machen: Siemens ID-Mäuse mit eingebauter Fingerabdruck-Erkennung zum Beispiel. Die, warnt Siemens, hätten aber nie in den Handel kommen dürfen: Sie sind fehlerhaft und destabilisieren Rechner.

Siemens ID-Mouse: Das Unternehmen warnt vor fehlerhaften Geräten
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Siemens ID-Mouse: Das Unternehmen warnt vor fehlerhaften Geräten

Siemens hat ein Problem mit Mäusen: Unauthorisiert seien ID-Mäuse mit integrierter Fingerabdruckerkennung in den Handel gelangt und würden nun auf Trödelmärkten und Online-Auktionen, vereinzelt sogar im Handel verscherbelt.

So weit, so schlecht, und letzteres gilt auch für das Produkt, sagt Siemens: Im Gegensatz zu anderen Modellen der Baureihe seien die betreffenden "ID-Mice" nämlich fehlerhaft. "Bei diesen Modellen handelt es sich um Mustergeräte, die seitens Siemens nicht für den Verkauf bestimmt waren und die beim Einsatz mit einem PC zu Funktionsstörungen im Betriebssystem führen können."

Eigentlich sollen die Mäuse für "höchste Sicherheit und Komfort bei der Anmeldung an PCs, Netzwerke oder web-basierte e-Business-Lösungen" sorgen und das bereits seit Anfang 2001: So lang ist das Produkt schon im Handel. ID-Mäuse speichern Passworte und Zugangsdaten und geben diese nur weiter, wenn über die eingebaute Fingerabdruckerkennung der richtige Nutzer identifiziert ist.

Angeboten würden die fehlerhaften Produkte in Deutschland, Schweiz und Österreich, sie seien aber auch für Laien leicht zu erkennen: Auf der Originalverpackung werde auf die Softwareversion 2.0/2.1 hingewiesen.

Die ist in Online-Auktionen zwar nicht zu erkennen, wohl aber die Maus selbst: Bei dem betroffenen Produkt handelt es sich um ein Modell in grauer Grundfarbe mit einem grünen Streifen, das so nie in den deutschen Handel gekommen sei, versichert Siemens.

Wie groß das Kontingent der schadhaften Mäuse ist, ist noch nicht geklärt: Vernichtet werden sollten mehrere Tausend der kleinen Apparate. Wie viele davon dann beim Verwerter auf bisher ungeklärte Weise abhanden kamen, ist strittig.

Siemens nahm bereits gestern Kontakt mit dem führenden Auktionshaus eBay auf, um eventuell kursierende Mäuse mit Macken aus dem Angebot entfernen zu lassen. Das normale Preisniveau für ID-Mäuse liegt - Modellabhängig - bei 50 bis 120 Euro. Alles darunter ist entweder ein echtes Schnäppchen - oder hat eine Macke.

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