New York - "Es tut mir leid was ich getan habe", hat Brianna LaHara laut einer Mitteilung des Verbands der amerikanischen Plattenindustrie (RIAA) gesagt. "Ich liebe Musik und ich möchte die Künstler nicht schädigen, die ich liebe."
Gegen die Schülerin war Anfang der Woche ein Verfahren angestrengt worden, weil sie mehr als 1000 Musikstücke in der Internet-Tauschbörse Kazaa angeboten hatte.
Neue Taktik gegen Musikpiraten: US-Plattenverband RIAA
Die RIAA zeigte sich nicht überrascht davon, dass auch Minderjährige von der Klagewelle betroffen sind. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass auch diejenigen keinen Freibrief für Musikpiraterie erhalten, die noch nicht volljährig sind", sagte RIAA-Vize Matt Oppenheim. Gestern bereits hatte sich herausgestellt, dass auch gegen einen Großvater und einen Harvard-Professor entsprechende Verfahren laufen.
Derweil hat ein Anwalt aus Kalifornien die RIAA ihrerseits verklagt. Nach Meinung von Eric Parke ist das Amnestie-Angebot der RIAA von Anfang der Woche illegal. Es verspreche den Betroffenen umfassende Straffreiheit und sei daher irreführend. Da die Erklärung einem Schuldeingeständnis gleichkomme, könne sie leicht von Dritten für eine Klage verwendet werden.
Der Plattenverband hatte Nutzern von Internet-Tauschbörsen versprochen, ihnen frühere Vergehen gegen das Urheberrecht zu erlassen. Dafür sollten die Computernutzer versichern, alle illegal erworbenen Musikstücke von ihrer Festplatte zu löschen und keine Lieder mehr über das Internet zu tauschen.
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