• Drucken
  • Senden
  • Feedback
03.12.2003
 

"Masterplan" der Bundesregierung

Deutsche, Ihr sollt surfen!

Bis 2006 sollen nach Willen der Bundesregierung zwei Drittel aller Deutschen über 14 Jahren online sein. Dafür soll der "Masterplan zur Informationsgesellschaft" sorgen, den Bildungsministerin Edelgard Bulmahn in Berlin vorstellte.

Edelgard Bulmahn
Zur Großansicht
AP

Edelgard Bulmahn

Keine Frage: Deutschlands Surferschaft wächst kontinuierlich. Bei Familien mit Kindern sei bereits heute eine Internet-Nutzungsquote von mehr als 75 Prozent erreicht, sagte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des Aktionsprogramms Informationstechnologie 2006, das das Bundeskabinett zuvor verabschiedet hatte. Insgesamt seien zurzeit 51 Prozent aller Bürger über 14 Jahren im Netz. Als besonders erfreulich bezeichnete die Ministerin, dass die Nutzungsrate von Frauen sich erheblich der von Männern angenähert habe.

Dass es gerade die Familien mit Kindern sind, die hier für Zuwachs sorgen, kann kaum verwundern: Die ersten Berührungen mit dem Internet erleben Kinder heute spätestens in der Grundschule. Doch die zunehmende Akzeptanz des Mediums ist Teil eines Generationenwechsels: Zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre zeigten, dass es einen relativ hohen Prozentsatz von Bürgern gibt, die den Wunsch nach "Online" einfach nicht hegen. Jetzt will die Bundesregierung mit einem "Masterplan zur Informationsgesellschaft" nachhelfen.

"Eine Spitzenposition in der globalen Informationsgesellschaft", ist dem Aktionsprogramm zu entnehmen, "ist unverzichtbar für die Stärkung von Wachstum und Beschäftigung und unterstützt die zentralen Vorhaben der Bundesregierung zur Modernisierung von Arbeitsmarkt und sozialen Sicherungssystemen."

Dafür, dass das gelingt, gibt es hoffnungsvolle Zeichen: "Nirgendwo gibt es mehr Internetseiten pro Kopf der Bevölkerung." Auch im E-Commerce nehme Deutschland eine führende Rolle ein - und der braucht zum Wohle der Volkswirtschaft noch mehr Kunden.

Die hofft die Regierung dadurch für das Internet zu gewinnen, indem sie Rahmenbedingungen in den Netz-Infrastrukturen, beim Recht, der Förderung von Mittelstand und E-Commerce verbessert.

Auch UMTS kommt (wohl doch noch)

Bulmahn verwies daraufhin, dass Deutschland bei der Informationstechnologie im weltweiten Wettbewerb aufhole. Beim internationalen IT-Ranking des World Economic Forum habe Deutschland 2002 noch auf Rang 17 gelegen. Heute stehe das Land bereits auf Platz 10. Mit dem Aktionsprogramm solle nun die Stellung Deutschlands als führender High-Tech-Standort ausgebaut werden.

Bildungsstaatsekretär Alfred Tacke zeigte sich optimistisch, dass die vor allem auf eine komfortablere Internetnutzung zielende Mobilfunktechnik UMTS zur Cebit-Computermesse im Frühjahr startet. Bislang liege aber noch keine verbindliche Zusage eines Betreibers vor, räumte Tacke ein. Ursprünglich sollte die neue Technik bereits Ende 2002 eingeführt werden. Tacke sagte, zentrales Problem sei die Verbindung des UMTS-Netzes mit dem bisherigen GSM-Netz.

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
alles aus der Rubrik Web

© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP