Es geht, es klappt, es läuft doch: Exakt vier Wochen nach seiner Eröffnung kann der Coca-Cola-eigene Musikshop MyCokeMusic in Großbritannien erste Superlative melden. Unglaubliche 150.000 Singleverkäufe wurden im ersten Monat über das hippe Angebot abgewickelt - "echte" CD-Singles gingen im gleichen Zeitraum rund 340.000 Mal über die Theke.
Unter den exotischeren Musikträgern ist der legale Download damit die Nummer 1: Vinyl-Singles und DVDs bringen zusammen nicht soviel auf die Waage. Für OD2, den digitalen Musikvertrieb hinter dem Cokeshop, ist das weit mehr als nur ein Achtungserfolg: Es ist ein beeindruckender "Proof of concept" - der Beweis, dass das Konzept stimmt.
Und das geht so: Man nehme eine schicke, jugendliche Marke, lasse sie gegen Lizenzzahlungen an die Musikindustrie zum Musikladen-Betreiber werden und kassiere Tantiemen. Die Musikindustrie hofft darauf, dass noch im Laufe dieses Jahres ein ganzes Netzwerk spezialisierter Shops entsteht, um den illegalen Musikdownloads Paroli zu bieten.
Erfahrungsgemäß nimmt das Downloadvolumen legaler Shops nach einer "Neugierphase" in den ersten Tagen und Wochen merklich ab. Trotzdem hat der Cokeshop bereits mit dem ersten Monatsergebnis eine Marge gesetzt, die nicht mehr zu ignorieren sein dürfte. Schon bereitet die Official Charts Company, die in Großbritannien Verkäufe zählt und die offiziellen Top 100 veröffentlicht, eine eigene "Download Top 100" vor.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Netzwelt | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Web | RSS |
| alles zum Thema Copyrights | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH