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07.04.2004
 

Zehn Jahre Haft

US-Soldat verhökert kugelsichere Westen bei eBay

Ein 26-jähriger US-Marine muss für zehn Jahre hinter Gitter, weil er mehr als hundert schusssichere Westen aus Armeebeständen im Internet versteigert hat. Eine Weste ging an einen Soldaten in Kuweit, der eine solche Ausrüstung nicht bekommen hatte.

US-Soldaten im Irak: Anfangs waren Schusswesten knapp
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AP

US-Soldaten im Irak: Anfangs waren Schusswesten knapp

Für insgesamt 40.000 US-Dollar verkaufte ein US-Soldat kugelsichere Westen im Auktionshaus eBay. Weil er die Westen aus Armeebeständen gestohlen hat, verurteilte ihn ein US-Militärgericht in Kalifornien vergangene Woche zu zehn Jahren Haft. Im Urteil ist von Verschwörung, Diebstahl sowie unrechtmäßigem Verkauf von Armeeausrüstung die Rede.

Nach Angaben der Militärverwaltung betrieb der 26-jährige Marine einen schwunghaften Handel mit dem lebensrettenden Equipment - zwischen 100 und 110 Westen der Marke Pointblank Interceptor verschob er über das Internet. Die Westen seien ursprünglich für US-Truppen im mittleren Osten gedacht gewesen, hieß es.

Die Ermittler glauben, dass ein zweiter, noch nicht verurteilter Marine an den Deals beteiligt war, der Bestandlisten frisierte und die Westen weitergab. Die eingelösten 40.000 Dollar liegen deutlich unter dem Gesamtwert der Ausrüstung, der mit 88.000 Dollar beziffert wurde.

Pointblank Interceptor: Bis nach China verkauft
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Pointblank Interceptor: Bis nach China verkauft

Der zuständige Militärstaatsanwalt Captain Mark Spalding sagte, die Angelegenheit wiege besonders schwer, weil es anfangs große Probleme gab, genug Schutzwesten für alle auf dem Feld eingesetzten Marines zu finden. Der Verkauf der Spezialwesten ist nur an Strafverfolger und Militärs erlaubt, gleichwohl werden immer wieder Pointblank-Interceptor-Westen bei eBay angeboten.

Die Behörden versuchen nun, die verkauften Westen wieder zurückzubekommen, was jedoch nicht ganz einfach ist. Ein eBay-Kunde aus San Diego hatte zwei Stück ersteigert und eine an seinen Schwiegersohn geschickt, der seinen Militärdienst in Kuweit leistet und entsprechende Schutzausrüstung nicht bekommen hatte. Mindestens zwei oder drei Westen gingen nach China. Die Militärs befürchten, dass chinesische Ingenieure die mit Keramik verstärkte Schutzausrüstung nachbauen könnten.

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