Erst wollte er im Scherz das Eifelstädtchen Erftstadt ausradieren und kündigte dies auf den Internetseiten der CDU-Kreistagsfraktion an. Nun, etwas mehr als zwei Wochen nach dem Angriff, kriecht der Websitehacker zu Kreuze.
Der Kreisverband kenne inzwischen die Identität des Computerhackers, teilte Kreisgeschäftsführer Michael Arntz mit. Offenbar aus Angst vor Strafverfolgung habe sich der Betroffene freiwillig bei ihm gemeldet und um Entschuldigung gebeten. "Der Person war die Geschichte äußerst unangenehm", berichtete Arntz.
Die Aktion sei "offenbar aus einer Bierlaune heraus" entstanden, sagte der Politiker, und habe zunächst nichts mit der CDU zu tun gehabt. Zufällig sei der Hacker dann auf die Seiten der CDU-Fraktion gestoßen. Arntz: "Wir haben uns außergerichtlich geeinigt. Damit ist die Sache für uns vom Tisch."
Der Angreifer hatte die Terminübersicht der CDU-Kreistagsfraktion im Internet manipuliert. Am 20. Juli solle eine Atombombe mit dem Namen "X3FS5H2" fertig gestellt werden, konnten Surfer lesen. Für den 21. Juli sei ein "Kernwaffentest in der Atmosphäre über Erftstadt" geplant. Geschäftsführer Arntz ließ die Eintragungen am 22. Juli löschen und kündigte eine Suche nach dem Hacker an.
Der Scherz habe sich in der Internet-Gemeinde damals wie ein Lauffeuer verbreitet, erklärte Arntz. Die Computer von Kreistagsfraktion und Kreispartei der Union seien mit Tausenden von E-Mails überschüttet worden.
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