"Kennt jemand diesen Jungen?" fragt eine in drei Sprachen abgefasste Kettenmail, die sich seit Tagen zunehmend verbreitet - und das weltweit.
Gemeint ist der zweijährige Schwede Hannes B., dessen Bild schon kurz nach der Flutkatastrophe um die Welt ging. Auch entsprechende Hilfsmails, die sich auf das Schicksal der zehnjährigen Sophia beziehen, häufen sich: Immer mehr SPIEGEL-ONLINE-Leser fragen nach, ob es sich dabei um so genannte "Hoaxes" handelt oder ob die Hilfsaufrufe echt und damit ernst zu nehmen sind.
In diesem Fall gilt beides: Die Aufrufe begannen als echte, gut gemeinte Hilfsappelle, sind inzwischen aber überholt. Beide Kinder sind identifiziert und in ihren Heimatländern mit Familienangehörigen zusammengeführt. Über das internationale Krankenhaus in Phuket werden weiterhin die verschollenen Elternteile der Kinder gesucht. Der Vater des zweijährigen Hannes konnte bereits am 29. Dezember lebend in einem Krankenhaus in Phuket identifiziert werden.
Reichen Sie also entsprechende Kettenmails nicht weiter!
Auch Hilfsaufrufe, die zu direkten Spenden aufrufen, sollte man ignorieren: Wer mit Geld helfen will, erfährt Namen, Kontodaten und Details über zuverlässige Hilfsorganisationen beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen DZI, das Auskunft über die Arbeit und Seriösität gemeinnütziger Organisationen gibt.
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