Das Internet kennt keine Grenzen - ein dauerndes Ärgernis für die Musik- und Filmindustrie. So können Softwarehersteller ihre in Deutschland illegalen Programme zum Kopierschutzknacken ungestört über einen Server in der Karibik verkaufen. Und der russische Dienst allofmp3.com vertickt frei kopierbare MP3s zu Dumping-Preisen, mit denen legale Anbieter wie iTunes oder Musicload nicht konkurrieren können.
Die Musikbranche hält allofmp3 für ein illegales Angebot. Die meisten Titel würden ohne Zustimmung der Labels angeboten und seien somit ein Verstoß gegen das russische Urheberrecht, teilte der Verband Ifpi mit.
Doch mit dem MP3-Download zum Discounterpreis könnte es bald vorbei sein. Moskauer Strafverfolgungsbehörden ermitteln nach Ifpi-Angaben bereits gegen den Anbieter, die Staatsanwalt prüft die Einleitung eines formellen Strafverfahrens.
Nach Auffassung von Ifpi Deutschland ist das russische Downloadangebot hierzulande "auf jeden Fall illegal", da keine Rechte für ein legales Angebot erworben wurden. Die Branche hofft auf ein zügiges Verfahren und die Einstellung des Dienstes.
"Das Angebot sowie die Nutzung sind in Deutschland ebenso wie in anderen Ländern nicht zulässig, denn es betrügt die Kreativen und die Verwerter um ihre Rechte", sagte Hartmut Spiesecke, Sprecher der deutschen Phonoverbände.
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