Mehr als eine Million Geräte sollen nach dem US-Marktstart der Playstation Portable (PSP) innerhalb weniger Tage verkauft werden. "Wir verfügen über zusätzlichen Nachschub für den Fall, dass die erste Million Geräte am ersten Tag ausverkauft ist", sagte Nanako Kato, Sprecherin von Sony Computer Entertainment laut der Deutschen Presseagentur (dpa) am Dienstag in Tokio. In den USA und Kanada soll die Konsole ab dem 24. März in den Handel kommen, einen genauen Starttermin für Europa gibt es weiterhin nicht.
In London blüht deshalb bereits der graue Markt mit importierten PSPs aus Japan: "Wir verkaufen eine Menge davon - normalerweise 10 oder 20 an einem Wochenende", zitiert die Agentur Reuters einen Elektronikhändler in London. Dort kostet eine PSP im Augenblick 300 englische Pfund - umgerechnet etwa 430 Euro. Sony billigt den Handel mit solcher Importware nicht, er ist aber auch nicht illegal. Dennoch verstecken die Londoner Händler ihre PSPs laut Reuters meist unter dem Ladentisch und verkaufen nur auf Anfrage. Auch bei eBay werden importierte Geräte angeboten.
Die PSP ist nicht nur ein mobiles Spielgerät, sie soll auch Musik abspielen sowie Filme von eigens entwickelten Mini-Scheiben. Sony greift somit nicht nur Spiel-Konkurrenten wie Nintendos DS an, sondern auch MP3-Player wie Apples iPod.
In Europa war der Start der mobilen Konsole immer wieder verschoben worden. Man könne nicht genügend Chips für den Einstieg in den hiesigen Markt produzieren, hieß es im Februar. Damit überließ Sony das Feld seinem Konkurrenten Nintendo, der rechzeitig zur Cebit Anfang März den Start seines DS feierte. Voraussichtlich soll die PSP aber noch im ersten Halbjahr 2005 in Europa in die Läden kommen.
In Japan hat Sony seit der Einführung im Dezember bis Ende Februar insgesamt 1,18 Millionen Geräte verkauft. Dort kostet die PSP 19.800 Yen (etwa 200 Euro) und es gibt immer noch Lieferengpässe. In den USA soll sie laut Sony in Kombination mit einer "Spider Man 2"-Disc für 249 Dollar in den Handel kommen.
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