Mittwoch, 10. Februar 2010

Netzwelt



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25.05.2005
 

Grimme Online Award

Wikis und Blogs unter den Favoriten

Das Grimme-Institut hat 28 Websites für den Online Award 2005 nominiert. Darunter befinden sich mehrere Blogs, die freie Enzyklopädie Wikipedia und das MP3-Magazin Tonspion. Surfer können außerdem über den Publikumspreis abstimmen.

Trendsetter Wikipedia: Wichtiges Pendant zu aufwendig gestalteten Web-Specials

Trendsetter Wikipedia: Wichtiges Pendant zu aufwendig gestalteten Web-Specials

Die Nominierungen zum fünften Grimme Online Award zeigen, wohin die Reise im Internet geht. Während in den vergangenen Jahren oft professionell erstellte Websites Preise abräumten, haben es in diesem Jahr viele Blogs und Wikis in die Endrunde geschafft. Tagebücher im Netz (Blogs) und von jedermann editierbare Webinhalte (Wikis) gehörten inzwischen zur alltäglichen Online- Praxis, sagte Friedrich Hagedorn, vom Grimme-Institut. Sie bildeten ein wichtiges Pendant zu aufwendig gestalteten Web-Specials.

Die Nominierungskommission des Instituts hat 28 Websites in drei neu geschaffenen Kategorien vorgeschlagen. Von den in den vergangenen Jahren genutzten Rubriken TV, Web-Media und Medienjournalismus hat sich das Institut verabschiedet. Statt auf Formate als Unterscheidungskriterium setzt man nun auf inhaltliche Trennung in die Kategorien Information, Wissen und Bildung sowie Kultur und Unterhaltung. Die thematische und formale Öffnung der Preiskategorien, so Hagedorn auf einer Pressekonferenz heute in Düsseldorf, habe beim diesjährigen Wettbewerb auch den Spielraum für internetspezifische Formen der Kommunikation und Partizipation erweitert.

Das Bildblog - Untertitel "Notizen über eine große deutsche Boulevardzeitung" -, wurde in der Kategorie Information nominiert. Wikipedia, die 230.000 Einträge umfassende freie Enzyklopädie, tritt in der Kategorie Wissen und Bildung unter anderem gegen teuer produzierte Web-Specials über den Holocaust oder das Kriegsende 1945 an.

Vor allem öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten würden Web-Specials in bemerkenswerter Qualität ins Netz stellen, sagte Hagedorn. Trotz der Veränderung der Preis-Kategorien dominierten öffentlich-rechtliche Websites nach wie vor das Feld der Kandidaten. Dies zeige sich deutlich in den Zahlen mit vier Nominierungen für Websites des ZDF, je zwei für Online-Angebote der ARD und des WDR sowie weiteren Nominierungen für Seiten des SWR und des BR. Für den Online-Preis des Instituts waren fast 1400 Websites vorgeschlagen worden.

Auch die Gratiskultur manifestiert sich im Feld der Kandidaten. Das MP3-Magazin Tonspion, das Links zu kostenlosen Musikdownloads veröffentlicht, und Vorleser.net (kostenlose Hörbücher) wurden in der Kategorie Kultur und Unterhaltung vorgeschlagen.

In diesem Jahr wird außerdem zum vierten Mal ein eigener Publikumspreis verliehen ("Intel Publikums-Preis"). Unter den zum Grimme Online Award nominierten Websites können alle Nutzer über eine eigens eingerichtete Abstimm-Plattform ihren Favoriten wählen. Die Plattform ist ab sofort freigeschaltet und über www.grimme-online-award.de zu erreichen. Die Verleihung des Grimme Online Award findet am 30. Juni in Bergisch Gladbach statt.

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