Wikipedia-Gründer Jimmy Wales wies in seiner heutigen Eröffnungsrede mehrfach auf die besondere Bedeutung des Wortes "frei" hin. Er betonte, dass es nicht nur darum gehe, dass man einen Artikel oder Beitrag lesen dürfe, wie dies auch bei normalen Lexika der Fall sei, sondern dass es wichtig sei, dass man ihn auch verändern und den eigenen Bedürfnissen anpassen und wieder veröffentlichen dürfe. Genau dies ist aber meist mit Rücksicht auf das Urheberrecht nicht möglich.
Die Möglichkeit, dass sich jeder aktiv beteiligen und sein Wissen einbringen kann, habe der Wikipedia sicher zu ihrer großen Popularität auf der ganzen Welt verholfen. Mit der besonderen Bedeutung dieses freien Wissensangebots für Entwicklungsländer, aber auch der Schwierigkeit, dieses Wissen in andere Sprachen wie zum Beispiel das Chinesische zu übertragen, beschäftigen sich einige der Vorträge auf der Konferenz Wikimania, die bis zum Sonntag in Frankfurt stattfindet.
Wales verkündete in der Rede, welche zehn Dinge seiner Meinung nach in den nächsten Jahren frei im Netz erhältlich sein werden:
Die kuriose Forderung, das Fernsehprogramm unter eine freie Lizenz zu stellen, begründete Wales damit, dass derzeit wenige Anbieter, etwa Kabelnetzbetreiber, die Macht über die elektronischen Programmguides (EPG) und damit indirekt über das Programm besitzen. Digitale Videorecorder bedienen sich der EPGs, um eine Übersicht über laufende und kommende Sendungen anzuzeigen.
Als "äußerst demokratische" Organisation werde Wikipedia weltweit den freien Zugang zu Informationen im Internet sichern, sagte Wales. "Ich stelle mir vor, dass wir international im Informationsbereich so eine ähnliche Funktion einnehmen wie das Rote Kreuz." Trotz Partnerschaften mit Internetfirmen wie Yahoo oder Google werde Wikipedia unabhängig bleiben, betonte Wales.
Finanziert wird Wikipedia ausschließlich durch Spenden. Die von Wales gegründete Wikimedia-Stiftung, die noch andere Online-Projekte wie Wikinews (Nachrichten) oder Wikibooks (Lehrbücher) gestartet hat, beschäftigt lediglich einen Software-Entwickler.
Den Wert von Wikipedia taxierte Wales auf mehrere hundert Millionen Dollar. Die Organisation werde jedoch gemeinnützig bleiben und auch in Zukunft auf jede Form von Online-Werbung verzichten.
Wikipedia gehört nach Angaben seines Gründers zu den 50 populärsten Websites in der Welt und hat mehr Zugriffe als zum Beispiel die "New York Times". Den Erfolg führt Wales auch auf den "Spaßfaktor" zurück.
Zur ersten Internationalen Wikimedia-Konferenz kamen rund 450 Teilnehmer aus mehr als 50 Ländern nach Frankfurt am Main. Im Mittelpunkt sollen dabei vor allem die Herausforderungen stehen, denen sich die Wiki-Bewegung in Zukunft gegenübersieht. Als Wikis werden Internetseiten bezeichnet, die durch jeden Nutzer verändert und ergänzt werden können. Möglich werden dadurch Wissensdatenbanken zu allen denkbaren Bereichen, die immer wieder durch das Wissen der Leser ergänzt werden können und die allen Menschen frei zur Verfügung stehen.
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" Diese Profis leben von Ihrer Qualifikation. Ist das denn niemandem klar? Wenn man sie nicht dafür entlohnt, werden sie bald nicht mehr arbeiten können. Und dann wird KEIN neues Wissen mehr gerneriert. " Bis das [...] mehr...
Ein im Ansatz interessantes Beispiel für die weitere selbstorganisatorische Entstehung spezieller Wikis habe ich heute gerade zur Stadt Karlsruhe gefunden: http://ka.stadtwiki.net/Stadtwiki:Übersicht [...] mehr...
der macht das sicher nicht gratis. a mehr...
Heute habe ich ein Exemplar der neuen C't erworben. Dort wurden mal wieder unterschiedliche Enzyklopädia getestet und verglichen (Encarta, Bertelsmann, Brockhaus und Wikipedia. Habe ich eine vergessen?). Zwei Brüller: [...] mehr...
Dann amüsieren sich Dritte. ---Zitat--- Wer korregiert? Wer schlichtet? a ---Zitatende--- Die Menge. Soviel ich mitgekriegt habe, korrigiert, be- und abstimmt die Mehrheit. Was mir an Wikipedia mittlerweile allerdings [...] mehr...
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