Von Felix Knoke
Saul Williams - List of Demands
Der Kerl will uns was sagen - und was er zu sagen hat, steht in seinen Handflächen. Und er sagt und ruft und schreit sie heraus, seine "List of Demands" .
Final Fantasy - Please, Please, Please
Besucher der Arcade-Fire-Konzerte kennen das schon: bevor der Schweiß fließt, fließen erstmal die Tränen. Final Fantasy ist die Band des AF-Violinisten Owen Pallett, und der überrascht mit spartanischen Streicher-Arrangements und seinem anrührenden Gesang das auf Spektakel eingestellte Publikum. An seiner Seite kümmert sich Leon Taheny um die Drums, gemeinsam wählten sie ihren Namen Final Fantasy nach dem bekannten Computerspiel: "Weil das für uns die perfekte Verschmelzung von Kapitalismus und Schwertern, Melodram und Japan ist".
Nun gut, wo man Spaß erwartet, sind "Please Please Please" und "The CN Tower belongs to the dead" aber eben jene melancholischen und zarten Kleinode mit dem Hang zu "Geistern, Romantik, Kochen, Fantasy-Geschichten und Schuld". Mehr Songs und Scherze auf Finalfantasyeternal.com.
Die Türen - Drinnen ist wie draußen
Irgendwo zwischen Berlin und der westfälischen Provinz will man dann endlich nicht mehr so richtig zwischen Ernst und Ironie unterscheiden müssen. Die Türen verlassen sich auf "Unterwegs mit Mother Earth" lieber auf Groove und Funk und discoide Glameffekte. Und dann "Drinnen ist wie draußen" - grad nach vorn, flimmerfunkel Hüftenschwenken, Augenbrauen nach oben und der most catchy Refrain seit "Du hast die Welt in deiner Hand". Wirklich große Nummer!
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