Das Spiel zu Peter Jacksons "King Kong" wird einem lange im Gedächtnis bleiben. Nicht nur, weil es den wohl meist erwarteten Films des Winters begleitet - sondern vor allem, weil es ein überragendes Spiel geworden ist. Ein Spiel, dass die Vorlage nicht nur optisch grandios umsetzt, sondern auch Gefühle wecken kann.
Am einprägsamsten in zwei entscheidenden Szenen: Szenen, die nicht die Allmacht des Spielers zeigen, sondern seine Ohnmacht. Dann nämlich, wenn die beiden Figuren, die der Spieler abwechselnd steuert, gefesselt sind. Und man nichts tun kann - außer den Kopf zu bewegen. Einmal Jack Driscoll, der auf einer einsamen Insel gelandete Drehbuchschreiber und einmal King Kong. Der einzige Unterschied: Driscoll überlebt, Kong nicht. Vielleicht ist es entscheidend, dass sich erstmals ein Regisseur bei der Produktion eines Spiels beteiligt hat. Peter Jackson hat nicht nur Vorschläge gemacht, sondern auch den Spieledesigner ausgewählt: Michel Ancel, dessen zauberhaftes Meisterwerk "Beyond Good & Evil" den Neuseeländer sehr beeindruckt hat. Zusammen haben sie ein Spiel gemacht, dass ergreifend und packend ist: Weil man sich in der Rolle Jack Driscoll tatsächlich wie in einem Dschungel fühlt, klein und unbedeutend den Gefahren ausgesetzt, ständig auf sein eigenes Überleben konzentriert. Und weil man plötzlich die Perspektive wechselt, wenn man Kong spielt. Dabei ändert sich die Spielperspektive. Plötzlich erfährt man den Dschungel nicht mehr aus Augenhöhe, sondern aus der Außenansicht. Kong ist der König der Insel, das wird schnell klar. Ein Riesenaffe, der mit unglaublichen Kräften Dinosaurier wegfegt - und sich fürsorglich um die zierliche Ann Darrow kümmert.
Für "King Kong"-Fans, Actionfreunde und alle, die wissen wollen, wie man aus einem Film ein richtig gutes und vor allem bewegendes Spiel macht.
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