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01.12.2005
 

Grateful-Dead-Archive

Deadheads erzwingen Wiederbelebung

Jahrzehntelang gründete sich der Ruf der Grateful Dead nicht nur auf ihre Livekonzerte, sondern auch auf ihrer Duldung von Konzert-Mitschnitten. Jetzt versuchte die Band, Internet-Archive mit solchen Aufnahmen schließen zu lassen - und kapitulierte vor dem Zorn der Fans.

Arme Wikipedia: So schnell kam selbst das schnellste Nachschlagewerk der Welt nicht mit.

Kopf der offiziellen "Dead"-Webseite: Ikonen der Hippie-Ära

Kopf der offiziellen "Dead"-Webseite: Ikonen der Hippie-Ära

Nachdem am Mittwochmorgen die Nachricht bekannt wurde, dass die überlebenden Mitglieder der Band Grateful Dead ein über Jahre geduldetes Internet-Archiv mit Live-Mitschnitten schließen lassen wollten, ergänzte flugs ein "Wikipedianer" den Artikel zur Band. Im Kapitel zu den berühmten Dead-Bootlegs - von der Band geduldeten Live-Mitschnitten - hieß es nun: "Wie Ende November 2005 bekannt wurde, ändert sich die Einstellung der verbliebenen Bandmitglieder in diesem Punkt. Angesichts wachsender Online-Umsatzmöglichkeiten haben sich die Grateful Dead offenbar dazu entschieden, ihren Umgang mit MP3-Bootleggern zu überdenken. Als erstes Resultat mussten zahlreiche Shows von der Website des Internet Archivs entfernt werden."

Für einige Stunden stimmte das, doch schneller noch als sich Wikipedia-Artikel verändern können, änderten die "Dead" ihre Meinung.

Die Downloads: Jetzt sind sie wieder da

"The Dead" heute: Phil Lesh, Bill Kreutzmann, Bob Weir und Mickey Hart spielen weiter
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AP

"The Dead" heute: Phil Lesh, Bill Kreutzmann, Bob Weir und Mickey Hart spielen weiter

Mehr als 5000 "Deadheads", wie sich die Fans der Kultband nennen, stimmten die verbliebenen Bandmitglieder um, von denen einige als "The Dead" nach wie vor Auftritte absolvieren. Daraufhin erteilten die Band-Mitglieder der nichtkommerziellen Web-Site archive.org noch am Mittwochnachmittag ihre Zustimmung, die Audio-Dateien wieder bereitzustellen.

"Grateful Dead bleibt das, was es immer gewesen ist", sagte Band-Sprecher Dennis McNally in San Francisco. Und dazu gehöre auch der freie Austausch von Konzertaufnahmen. Die Band freue sich über die heftige Reaktion der Fans, hoffe aber nun, dass sich die Gemüter wieder beruhigten.

Bei archive.org gibt es von Fans aufgenommene Mitschnitte von Konzerten aus den Jahren 1967 bis 1995 zu hören - als Live-Stream oder zum Herunterladen im MP3-Format. Die Band löste sich nach dem Tod von Leadsänger und Gitarrist Jerry Garcia 1995 auf.

P.S.: Einen Link zu den Dead-Downloads anzugeben, ist derzeit zwecklos. Seit bekannt ist, dass die Downloads wieder zugänglich sind, ist die Website am Boden. Wir reichen in Kürze ein Verzeichnis attraktiver Dead-Downloads nach.

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