Von Matthias Kremp
Das Wochenende naht. Traditionell ist das ja auch die Zeit der Frühstückseier. Aber: Was ist eigentlich die beste Methode, um ein Frühstücksei seiner harten Schale zu berauben und an seinen weichen Kern zu gelangen? Dieser wirklich großen Frage geht Stefan Vogel auf seiner Seite eggpeeling.com nach. Informationen darüber, ob man das Ei nun lieber aufschlagen
oder mit dem Messer köpfen sollte findet man dort freilich nicht - wäre dann wohl auch kaum eine Erwähnung wert. Stattdessen sucht Vogel nach etwas originelleren Methoden. Das Motto könnte lauten: "Frühstücksei und Spaß dabei". So hat er schon Eier mit der Kreissäge, Hammer und Amboss und sogar einer Heckenschere geöffnet. Natürlich wird jedes seiner Experimente wissenschaftlich genau analysiert, nach verschiedenen Kriterien bewertet und vor allem auf Video dokumentiert. Da lernt man was.Die Zeit-Karte
Die Übersichtskarten öffentlicher Nahverkehrsverbände haben meist wenig mit der Realität zu tun. Da wird alles der lieben Ordnung untergeordnet. Winkel haben entweder 90 oder 45 Grad zu betragen, die Abstände zwischen verschiedenen Stationen sollten möglichst gleichmäßig über die Gesamtsrecke verteilt werden. So kommt es, dass zum Beispiel auf dem Streckenplan des Hamburger Verkehrsverbundes die Haltestellen Mundsburg und Ritterstraße eng beieinander liegen, in der echten Welt aber etliche Kilometer voneinander entfernt sind. Diesem wirklich schwerwiegenden Problem hat sich der britische Programmierer Tom Carden angenommen. Seine Karte der Londoner Untergrund-Bahnen zeigt die tatsächlichen Reisezeiten zwischen den verschiedenen Stationen an. Ausgehend von einer geografisch halbwegs korrekten Darstellung wählt man einfach seine Abfahrts-Haltestelle. Sofort beginnt die Karte, sich dynamisch anzupassen. Das ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern gibt auch eine recht gute Vorstellung davon, wie lange man beispielsweise von Flughafen Heathrow zum Marble Arch unterwegs sein wird, nämlich 44 Minuten.
Maus mal anders
PC-Mäuse gibt es wie Sand am Meer. Besonders beliebt sind bei den Herstellern seit einiger Zeit Notebook-Mäuse. Das ist auch logisch, denn der Marktanteil mobiler Computer steigt sein einigen Jahren kontinuierlich an. Komisch ist allerdings, dass den Designern der großen Firmen bisher kaum etwas Besseres eingefallen ist, als normale Mäuse etwas zu schrumpfen und dann als portabel zu bezeichnen. Die erste echte Innovation auf diesem Gebiet hat nun Newton Peripherals, LLC aus Massachusetts vorgestellt. Deren Beitrag zum Thema mobile Maus ist nicht rund und knubbelig, sondern flach, eckig und hat ungefähr die Größe eine Kreditkarte. Das hat seinen Grund, denn das MoGo Mouse genannte Zeigegerät passt exakt in den PC-Kartenschacht eines Laptops. Damit schlagen die Designer gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen haben sie so das Transport-Problem gelöst und zum anderen die Stromversorgung. Binnen weniger Minuten soll der Maus-Akku über die Anschlüsse im PC-Kartenschacht geladen werden können. Bleibt abzuwarten, ob der Nager mit seinem kantigen Äußeren auch gut in der Hand liegt.
Promi-Safari
Es soll ja Leute geben, die sich gerne zusammen mit Promis ablichten lassen. Für die und alle, die darauf stehen, sich Bilder von Leuten anzusehen, die vollkommen natürlich in die Kamera grinsen, gibt es die CelebSafari. Der Name ist Programm und so finden sich dort Fotos von jeder Menge Stars, die nicht schnell genug vor den Objektiven ihrer Fans flüchten konnten. Autsch!
Cooltur
Wie wäre es denn mal mit etwas Klassik? Keine Lust? Keine Ahnung? Kein Problem! Wer sich bisher noch nicht an klassische Musik herangewagt hat, findet dabei im Internet Unterstützung. Die Carnegie Hall Corporation hat die komplette Sinfonie Nr. 9 ("Aus der Neuen Welt") des tschechischen Komponisten Antonín Dvořák multimedial aufbereitet und online gestellt. Die Klangqualität ist OK, aber nicht überragend. Dafür erfährt man, während man der Musik lauscht, allerlei Wissenswertes zum Stück. So wird die Geschichte, die von der Musik erzählt wird, von kleinen Animationen visualisiert, und zu jeden Part werden die Instrumente eingeblendet, die gerade spielen. Zusätzlich erläutern kurze Texte, was gerade in der Musik passiert und erhellen dem vollkommen Unkundigen Begriffe wie "Melodie" oder "Thema". Schön gemacht.
Island rockt
Mit knapp 300.000 Einwohnern ist Island ungefähr so bevölkerungsreich wie Karlsruhe. Kulturell schein auf der eisigen Vulkaninsel aber, trotz einer Bevölkerungsdichte von nur 2,9 Einwohnern pro Quadratkilometer, hoch her zu gehen. Diesen Eindruck bekommt man auf jeden Fall, schaut man sich die Serie Sexy Icelandic Rockstar Of The Week an. Björk mag man ja noch kennen, aber wer hat hierzulande schon mal etwas von Kolbrún Eva Viktorsdóttir oder gar Lindy Vopnfjord gehört?
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