...hieß 1983 ein politisch äußerst korrekter Film, der seine friedensbewegten Zuschauer mit den Grausamkeiten des Atomkrieges schrecken wollte. Der eine oder andere Apple-Fan scheint sich am Morgen nach der Steve-Jobs-Keynote ähnlich zu fühlen: Für viele Appleaner ist der Wechsel zu Intel-Chips eine Art Weltuntergang. In so manchem Forum hauen sich Gegner und Befürworter der neuen Firmenstrategie gegenseitig mächtig auf die Glocke. Erstere zetern, die versprochenen Performance-Zuwächse seien nur theoretisch und gar nicht so groß wie angegeben. Letztere antworten, das sei immer noch weit mehr, als Apple mit den alten Chips geboten habe.
Zugrunde liegen der heißen Diskussion weniger sachliche Gründe, als vielmehr Gefühle. Der gemeine Apple-Fan ist Purist, und irgendwie empfinden die ganz Harten unter ihnen die neue Kooperation so, als verbünde sich Steve Jobs persönlich mit dem "Wintel"-Antichrist. Wie sich das anhört, wenn eher pragmatisch orientierte Apple-Nutzer auf heißblütige Fundamentalisten treffen, kann man heute im Forum der "MacGuardians" nachlesen.
Ein im Übrigen sehr deutsches Phänomen, in den USA diskutieren die Apple-Fans sachlicher. Dort kamen schnell auch erste Unkenrufe darüber auf, was Steve Jobs nicht vorgestellt hatte: Eine "Media-Center-Software" zum Beispiel. "Ich frage mich", schrieb dazu Forums-Diskutant "gugy" bei Appleinsider, "warum das so lange dauert. Bei der großen Zahl der Firmen, die sich darauf stürzen, frage ich mich, ob Apple da den Anschluss verliert. Ich freue mich auf eine baldige Sonderveranstaltung, auf der ein Apple Media Center vorgestellt wird."
Nochmal Apple
42 Millionen iPods will Apple seit Einführung des Musik-Players verkauft haben. Das, glauben die Marktstrategen der Jeansfirma Levi Strauss, schreit danach, genutzt zu werden: Ab sofort versieht das Unternehmen seine Hosen nicht nur mit Gesäß-, Vorder- und Taschenmesser-, sondern auch mit einer iPod-Tasche. Nutzen sollte man die allerdings bei engen Jeans nicht: so ein iPod könnte knacken, wenn man sich bückt.
Kein Intel inside
Am Dienstag bewegte sich der Aktienkurs von Chiphersteller AMD um spürbare 5 Prozent - und nicht etwa nach unten, wie man in Anbetracht des Apple-Intel-Deals denken könnte. Nein, aufwärts hüpfte die Notierung, nachdem sich der Tech-Analyst Les Santiago als Hellseher betätigt und sehr laut darüber nachgedacht hatte, dass PC-Versender Dell schon bald AMD-Chips verbauen könnte.
Ein Nostradamus muss man dafür nicht sein: Bereits seit Monaten verkauft Dell AMD-Chips als Zubehör über seine Webseite. Ansonsten schickt sich der ewige Zweite im Wettkampf der Prozessor-Entwickler in diesem Jahr an, Intel mächtig Dampf zu machen: Auf dem Servermarkt schlägt AMD den alten Rivalen längst, und mit der Veröffentlichung des AMD Athlon 64 FX-60 auch in den Herzen der PC-Spieler. Der neue AMD-Chip gilt als schnellster Gaming-Chip überhaupt und dürfte den Trend hin zu immer mehr Consumer-Rechnern mit AMD-Technik weiter befördern. Da sei es möglich, hyperventilierte Tech-Analyst Eric Ross in einem TV-Interview am Montag, dass AMD den großen Konkurrenten Intel in diesem Jahr noch überholen werde. An der Börse, versteht sich, nicht im wirklichen Leben.
Wocka wocka wocka!
Das er sich mit seinen Handpuppen unsterblich machen würde, hätte sich Muppet-Erfinder Jim Henson wohl kaum träumen lassen. Jetzt gibt es mit dem Muppet Wiki sogar eine von den Benutzern selbst mit Inhalten gefütterte Online-Datenbank, die sich ausschließlich den skurrilen Gestalten aus der Muppet Show widmet. Und die kann sich sehen lassen. So erfährt man jede Menge Details zu den Stars der Show, wie etwa Gonzo dem Großen ("eine hässliche blaue Kreatur, die Kanonenkugeln fängt"), Fozzy Bear (der jeden seiner lauwarmen Gags mit "Wocka, wocka, wocka", beendet oder Dr. Bunsen Honeydew (der Erfinder des Bananen-Anspitzers).
Neben ausführlichen Episoden-Guides erfüllt das Wiki auch seine Pflicht, sämtliche Gastauftritte des Ober-Muppets Kermit zu aufzulisten. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Kermits Auftritt in Johnny Carsons "Tonight Show" so dermaßen erfolgreich war, dass die Produzenten aus Angst um die gute Laune ihres Showmasters beschlossen, den Frosch nie wieder einzuladen. Wie Kermit einst sagte: "Ladies and gentlemen, they say the show must go on, but they never say why."
Schluss mit dem Rückenpelz
Ein behaarter Männerrücken wirkt alles andere als anziehend auf Frauen, soviel dürfte klar sein. Doch wer sich ernsthaft damit beschäftigt, dem Wildwuchs Paroli zu bieten, war auf Hilfe Dritter angewiesen - bisher. Die Lösung kommt von Razorba aus dem US-Bundesstaat Michigan. Ein langer, blauer Plastikbügel dient als Halterung für Standard-Nassrasierer und dem Anwender gleichzeitig als praktikable Armverlängerung, mit der er den Rasierer über seine Rückseite manövrieren kann. Hübsche Idee eigentlich, allein es fehlt ein Rückspiegel. Warten wir also lieber auf die Version 2.0, bevor wir unsere Rückansicht mit diesem Apparat malträtieren.
Von Matthias Kremp und Frank Patalong
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