Von Matthias Kremp
Wie Atari E.T. begrub
Früher haben Bands noch lieber über Liebe, über soziale Ungerechtigkeit oder einfach über den Sinn des Lebens geschrieben. Heute widmen sie sich Videospielen. Das zumindest tut die Band Wintergreen mit ihrem Song "When I Wake Up". Das durchaus sehenswerte Video zum Titel beschreibt, wie der damalige Spielkonsolen-Hersteller Atari seinerzeit eine grottenschlechte Videospiel-Adaption des Kino-Hits "E.T." auf den Markt warf, damit beim Publikum scheiterte und später, so will es die Legende, Millionen Spiel-Cartridges in der Wüste verbuddelte. Angeblich haben die Musiker einige hundert davon sogar eigenhändig mit Schaufel und Spaten exhumiert.
Mit Sonne ins Ohr
Wer hören will, muss Sonne tanken. Zumindest in Afrika. Was nützt schließlich das tollste Hightech-Hörgerät, wenn nirgends eine Steckdose zu finden ist, um den Akku zu laden? Eine Lösung für dieses Problem hat die Firma Godisa Technologies aus Botswana entwickelt: ein solar betriebenes Hörgerät. Inklusive Ersatzakkus soll das Gerät für 100 US-Dollar in den Handel kommen. Dass man es bei Godiva aber nicht nur auf Profite abgesehen hat, klärt ein Artikel auf "worldofchanging" auf. Dort heißt es, die Firma plane, ihre Entwicklung als Open Source zur freien Verwendung zur Verfügung zu stellen. Eine wunderbare Idee.
US-Senatoren wollen Porno-Steuer und Zugangskontrollen
Der US-Senat will der heimischen Porno-Industrie das Internet-Leben schwer machen. So verlangt Senator Ted Stevens, Republikaner aus Alaska, die Einführung eines Rating-Systems, das jugendliche Internet-Surfer wirkungsvoll von pornografischen Inhalten aussperre. "CNet" zitiert Stevens mit den Worten: "Ich empfehle Ihnen [der Porno-Industrie, Anm. der Red.] , ein solches System bald einzuführen, da wir es ansonsten anordnen werden." Ganz verbieten möchte man den Schmuddelkram aber offenbar nicht. Eine Hand voll Demokraten um die Senatorin Blanche Lincoln erinnerte nämlich daran, dass sie bereits im vergangenen vorgeschlagen hatte, eine 25-prozentige Steuer auf Porno-Websites einzuführen. Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit, den Staatssäckel wieder aufzufüllen.
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