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30.01.2006
 

Netzwelt-Ticker

Klage wegen "Porno-Mod"

Von Felix Knoke

Im Nachrichtenüberblick: Die Stadt Los Angeles verklagt Rockstar Games wegen Nacktszenen in "GTA - San Andreas". Linus Torvalds lehnt neue GPL-Lizenz für Linux ab. Und in Perth scheint es Beweise für die Existenz von Harry Potter zu geben: Google Earth fotografierte ein fliegendes Auto.

Windows auf Mac, es klappt - nicht!

Noch am Donnerstag berichtete wir von Colins vergeblichen Versuchen , WindowsXP auf einem MacBook zum Laufen zu bekommen. Der Grund: um einen der neuen Intel-Macs zu bekommen, hat er seinem Chef den Bären aufgebunden, dass sowohl Mac OS als auch WindowsXP auf dem neuen Rechner laufen. Sein Aufruf im Netz - mitsamt Geld-Gewinn von mittlerweile über 8000 Dollar! - schien gefruchtet zu haben. Im Blog von Neosmart.net wurde eine 19-Schritt-Anleitungen gepostet, wie man seinen Intel-Mac mit Mac OS und WindowsXP dual-booten kann. Das Beste beider Welten - hört sich traumhaft an... muss aber auch erstmal nur ein Traum bleiben: Die Anleitung war ein reines Gedankenspiel, der Blogger, so schreibt er in einem Kommentar, könne sich nicht einmal einen der neuen Macs leisten.

Torvalds: kein GPL 3 für Linux

Linus Torvalds, der Entwickler des Linux Kernels, lehnt die GPL 3-Lizenz für Linux ab, schreibt Newsfactor.com in Berufung auf eine Mail des Entwicklers in der Mailingliste für Kernel-Entwickler: "Ich will nichts von meinem Code unter die neue Lizenz stellen." Statt Probleme zu lösen, verursache der neue Vorschlag viele neue. Anfang des Monats ist der erste Vorschlag für die dritte Version der GPL-Lizenz vorgestellt worden. GPL ist als Alternative zum gängigen Copyright entstanden und wird mittlerweile von geschätzten 50.000 Programmierern benutzt, dreiviertel aller freien Software steht unter der GPL-Lizenz. Die Version 3 wendet sich entschieden gegen restriktive Systeme wie DRM und verbietet deren Verwendung in Zusammenhang mit GPL3-Software.

ITunes-Vorlesung

In Zusammenarbeit mit sechs amerikanischen Universitäten testete Apple über ein Jahr lang eine spezielle Version von iTunes - iTunes U - die Vorlesungen und anderes Lehrmaterial über die Apple-Software verfügbar machen soll. Nach der Probephase weitet Apple nun das Angebot aus und lädt weitere Unis ein, am Programm teilzunehmen. Internet-basiertes Lernen, so Associated Press, sei zwar nichts neues, selbst Uni-Podcasts für mobile Audioplayer gibt es längst. Doch die kostenlose Software mitsamt Service-Paket von Apple dürfte es Universitäten leichter machen, Material online zu stellen und zu verbreiten.

Rockstar schon wieder verklagt

Stein des Anstoßes: "Sex-Mod" für "GTA - San Andreas"
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Stein des Anstoßes: "Sex-Mod" für "GTA - San Andreas"

Grand Theft Auto-Entwickler Rockstar kommt nicht aus der Bredouille. Wie Associated Press und Reuters berichten, klagt nun auch die Staatsanwaltschaft Los Angeles gegen den erfolgreichen Spielehersteller. Die Anschuldigungen: Rockstar habe nicht nur pornografisches Material versteckt und damit die Käufer getäuscht, sondern auch noch die eigene Schuld auf den Macher der Hot-Coffee-Mod geschoben. Diese (inoffizielle) Mod schaltete ein Minispielchen frei, das den Spieler-Charakter beim Sex mit einer Frau zeigt - beide angezogen. Sex-Games für den C64 war da um einiges detaillierter...

Spielen ohne Schmerz

Bei Zahnschmerzen: Computerspielen! Eine Studie der Wheeling Jesuit University, West Virginia, sieht einen Zusammenhang zwischen Computerspielen und Schmerzempfindlichkeit. Wer, so berichtet die Associated Press, während er spielt Schmerzen ausgesetzt wird, hält mehr aus, als der nicht-spielende Rest. Dabei sei die Faustregel: je actionreicher das Spiel, desto geringer die Schmerzempfindlichkeit. In Arztpraxen und dergleichen schmerzerfüllten Räumlichkeiten, könnte eine Spielekonsole wahre Wunder bewirken...

Spielen mit Kind

Frohe Spiele-Botschaft No. 2: immer mehr Eltern spielen Computerspiele. 35 Prozent aller amerikanischen Eltern spielten Computerspiele, 80 Prozent davon sogar mit ihren Kindern, schreibt Associated Press. Die von der Entertainment Software Association in Auftrag gegebene Studie ergab weiterhin, dass das typische Spieler-Elternteil 19 Stunden im Monat vor dem Rechner zockt, die Hälfte der Zeit dabei mit den eigenen Kindern. Zwei Drittel der spielfreudigen Eltern berichteten, dass das gemeinsame Computerspiel sie und ihre Kinder näher zusammengebracht habe.

Date im Flugzeug

Näher zusammenbringen will eine Firma aus New York nun auch Flugreisende. Jeder, der sich der psychologischen Hölle eines Acht-Stunden-Fluges neben einer unbekannten Person nicht aussetzen will, so zitiert Reuters den Firmengründer Peter Shankman, könne über seine Online-Agentur nette Mitreisende und Nebensitzer finden. Auf AirTroductions haben sich seit letzten Herbst 6000 Neugierige eingetragen, 60 Mal kam bereits ein gemeinsamer Flug zustande - abschreckend dürfte die Vermittlungsgebühr über 5 Dollar sein. Einfacher - und kostenloser - ist da schon eine Mitgliedschaft in einem Reisenetzwerk wie dem Hospitalityclub oder Couchsurfing.com, in dem nicht nur Gastfreundschaft, sondern auch Mitreise-Gelegenheiten ausgetauscht werden.

Fliegendes Auto in Google Earth

A propos Fliegen: seit Tagen macht ein Foto im Internet die Runde, das ein fliegendes Auto in der australischen Stadt Perth zeigt. Genauer: eine Satellitenaufnahme in Google-Earth, die so aussieht, als ob sie ein fliegendes Auto zeige. Oder noch genauer: ein schwarzes Etwas neben einem weißen Etwas. TheRegister.com hat nun echte Fotoaufnahmen vom Ort des Geschehens und zahlreiche Mails mit unterstützenden Hinweisen. Endgültige Auflösung des Auto-Rätsels könnte nun allerdings das Aufklärungsmaterial bieten, das die Website-Betreiber bekommen haben. Noch ist es nicht veröffentlicht, ob es aber hochauflösende Satellitenfotos in Militärqualität sind, werden wir dieser Tage noch erfahren...

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