In einer Mitteilung der World Association of Newspapers (WAN) heißt es, die Suchmaschinen "haben ihr Geschäftsmodell zu einem großen Teil darauf aufgebaut, Inhalte kostenlos zu übernehmen". Es sei ironisch, sagte WAN-Präsident Gavin O'Reilly, dass "diese Suchmaschinen vor allem wegen traditioneller Nachrichten- und Inhalts-Aufbereiter existieren und auf deren Kosten profitieren".
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Bis auf diesen einen Versuch ist aber bislang wenig geschehen, um die Rechte der Nachrichtenproduzenten gegen die Bemühungen der Suchmaschinisten zu verteidigen. Und auch die jetzt von der WAN eingerichtete "task force" wird sich zunächst offenbar auf Symbolpolitik beschränken - eine Klage gegen Suchmaschinenbetreiber steht, anders als von einigen Medien gemeldet, nicht im Raum.
Stattdessen soll als "einer der ersten Schritte" Kontakt zu den EU-Kommissaren Charlie McCreevy und Viviane Reding aufgenommen werden, die für den Binnenmarkt und die Medien zuständig sind.
Das dürfte Google und Co nicht übermäßig beunruhigen, und das weiß man bei der WAN vermutlich auch. O'Reilly übte sich dafür noch ein bisschen in ruppiger Retorik: "Google, Yahoo! und andere Suchmaschinen sind nicht eine neue Generation von sozialen Informations-Wohltätern - sie sind definitiv kommerzielle, durchaus profitorientierte Organisationen und nicht die neuen Robin Hoods." Die WAN sei außerdem "äußerst beunruhigt über das Verhalten mehrere großer Suchmaschinen, wenn sie sich Zensurwünschen repressiver Regimes gegenübersehen".
Die WAN vertritt nach eigenen Angaben weltweit 18.000 Zeitungen, und zu ihren Mitgliedern gehören auch 11 Nachrichtenagenturen und 73 nationale Zeitungsverbände, darunter auch der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger.
Christian Stöcker
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