Gestern noch überschlugen sich Websites und Blogs mit Spekulationen über das sogenannte Origami-Projekt von Microsoft, das am Freitag hätte vorgestellt werden sollen. Um dem Aufruhr im Netz entgegenzutreten erklärte Microsoft nun, was es mit Origami auf sich hat. Ja, es handelt sich um einen Tablet PC schreibt TechWeb.com, ja, das Video auf Digital Kitchen zeige Origami - aber nein, es sei schon ein Jahr alt, das Gerät eher ein Prototyp und am Freitag werde Microsoft nicht das Projekt vorstellen, sondern einfach die Website updaten. Mehr Infos zum Tablet PC wird es dann allerdings in den nächsten Wochen geben. Mehr weiß da Mercurynews.com - sogar einen Preis habe Bill Mitchell, Vizepräsident für die mobilen Plattformen bei Microsoft, vor ein paar Wochen für den Origami angekündigt. Zwischen 500 und 800 Dollar soll das kleine Wunderding kosten und dürfte damit wohl einen Preiskampf auslösen.
Sony: PS3-Verzögerung möglich
Erst kamen die Gerüchte, dann die Expertenmeinungen, und jetzt gibt es Sony zu: Probleme mit der Massenproduktion der Blu-Ray-Laufwerke können den Launch der PS3 im Frühjahr dieses Jahres verzögern. Der neue Veröffentlichungstermin, so die Gamesseite Gamespot.com in Berufung auf die japanische Seite Sankei.co.jp würde dann wohl erst für den Zeitraum ab Oktober, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft festgesetzt.
Proteste gegen E-Mail-Gebühren
Aus Protest gegen die von AOL und Yahoo geplanten Gebüren für Massenversender von E-Mails haben diverse Nonprofit- und Public-Interest-Gruppen heute eine Onlinepetition und -kampagne gestartet. Nur wer zahlt, so die Pläne von AOL und Yahoo, kann sich dann sicher sein, dass seine Massen-Mails auch die Empfänger erreichen und nicht von Spam-Filtern aussortiert werden. Die protestierenden Gruppen, von MoveOn.org organisiert, sehen darin eine Beeinträchtigung ihrer Wirkmöglichkeiten. "Die Magie des Internets ist, dass es kostenlos und offen für jeden ist und so aus kleinen Ideen große Ideen werden können", zitiert die "New York Times" Adam Green, einen Sprecher von MoveOn.org. Die Gebühr würde wohltätige Organisationen, kleine Firmen und sogar Familien mit Mailinglisten benachteiligen. Ein Sprecher von AOL hielt dagegen, dass für wohltätige und politische Organisationen alles wie bisher weiterlaufe - man zahle also nur für privilegierten Versand die Gebühren zwischen einem Viertel und einem ganzen Cent, sonst bleibe alles gleich.
Rechenleistung: Intel vs. AMD
Intels neue Conroe- und Merom-Prozessoren, so prognostizierte vor zwei Wochen ein Intel-Verantwortlicher, werden 20 Prozent schneller sein als die Konkurrenten von AMD. Nun schlägt AMD etwas beleidigt zurück: "Das sagen die nur, weil sie nicht über ihre aktuellen Produkte sprechen wollen, da jeder weiß, dass die nicht gerade gut sind", wird Henri Richard, Marketing- und Sales-Boss von AMD, auf Zdnet.com zitiert. Die Conroe und Merom sind die ersten Desktop- und Notebook-Prozessoren, die auf der neuen Mikroarchitektur von Intel beruhen und neben mehr Leistung vor allem weniger Energieverbrauch bieten sollen. Einen Vergleich zwischen Conroe und Merom und den entsprechenden AMD-Chips kann man aber bislang weder anstellen, noch muss man unbedingt den Aussagen von Intels und AMDs Marktschreiern Glauben schenken - die Veröffentlichung der Chips steht noch einige Monate aus...
Google macht PayPal Konkurrenz
Geht Google in Konkurrenz zu PayPal und eBay, einem seiner besten Werbepartner? Nachdem Google sein Accounts-Programm nun auch für den Kleinanzeigenmarkt Google Base anbietet, kann man fast davon ausgehen, wie ein News.com-Blog beschreibt. Google Accounts bietet Nutzern die Möglichkeit, für Dienste wie Google Earth oder Google Video zu zahlen oder zum Beispiel mit Google-Anzeigen Geld zu verdienen. Nun bietet Google die Onlinekonten auch für Google Base an. Der Online-Anzeigenmarkt gilt als potentiell größter Konkurrent von eBay. Wie bei PayPal können Händler und Kunde mit dem Accounts-Service ein Konto erstellen, die eigentliche Finanztransaktion kann dann in wenigen Schritten vorgenommen werden. Im Gegensatz zu eBay bedient Google Base aber bisher nicht dediziert kommerzielle Interessen. Eine Konten-Funktion für Google Base könnte dank einfacher Bedienung aus dem Flohmarkt aber den größten Online-Einzelhandel des Internets machen - ein Attribut, die bislang eBay zugeschrieben wird. Aber der Product-Marketing-Manager für Google Base, Tom Oliveri, weist auf Mercurynews.com solche Vermutungen von sich: eBay und Google Base, das seien doch zwei völlig unterschiedliche Produkte...
Microsoft stellt sechs Windows Vista Versionen vor
Nachdem vorzeitig Informationen um Windows Vista im Netz aufgetaucht waren, hat Microsoft nun bestätigt: Es wird sechs verschiedene Versionen vom neuen Betriebssystem geben. Zwei für Unternehmen, drei für Heimanwender und eine für neue Märkte, so AFP. Während der Windows Media Player möglicherweise kein Teil der Starter-Version von Vista sein wird, wird die Vista Home Premium Edition wohl Media Center Funktionalität bieten. Dafür werden weder die Home Basic, noch die Starter-Edition den transparenten Aero-Look bieten. Die Business-Versionen trumpfen dafür mit neuem Look & Feel, Tablet-PC-Funktionalität, Kompatibilität zu UNIX-Anwendungen und Festplattenverschlüsselung auf, wie Tgdaily.com ausführlich beschreibt.
Computerspiel oder Sextoy?
Uns erwartet eine Gaming-Revolution. Sie findet ein wenig im Verborgenen statt und bietet Spielern ein noch, ähem, immersiveres Spielerlebnis. Wenn Wired.com einen Artikel so anfängt, dann kann man entweder mit Militärtechnologie rechnen - oder mit Sexspielzeugen. Und auch wenn Wired nicht die erste Publikation ist, der der Zusammenhang ForceFeedback und Vibrator aufgefallen ist, so erfährt man doch viel Neues. Über Sex-Modifikationen der Xbox, do-it-yourself (haha) Sexspielzeug-Bastler und das gute alte Thema Cybersex: Multiplayerspiele mit ferngesteuerten Toys... Und da fällt mir gerade ein: Was ist eigentlich aus den elektronischen Ganzkörperanzügen geworden, die vom Rechner gesteuert Lust verschaffen sollten, wie sie zum Beispiel noch 1999 auf MSNBC angekündigt wurden?
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