San José - Bundesbezirksrichter James Ware machte am Dienstag deutlich, dass er dem Antrag des Justizministeriums auf Herausgabe der Daten stattgeben will. Das Ministerium fordert von dem Unternehmen die Suchanfragen einer beliebigen Woche sowie einen Auszug aus der Google-Datenbank mit 50.000 Adressen. Google lehnt dies unter Verweis auf den Datenschutz ab.
Das Justizministerium will mit den Daten die Nutzung von Suchmaschinen simulieren, um zu beweisen, dass bestehende Filtertechniken nicht ausreichten, um Kinder vor Pornografie und anderen anstößigen Web-Inhalten zu schützen. Von allen anderen Suchmaschinen-Betreibern in den USA hat die Regierung die geforderten Daten erhalten. Die Regierung verweist darauf, dass es sich nicht um personalisierbare Informationen handele - etwa darüber, welcher Internetnutzer welche Anfragen gestellt hat.
Google argumentiert hingegen, die geforderten Datensätze würden durchaus Informationen über die Gewohnheiten seiner Nutzer insgesamt hergeben. Außerdem fürchtet das Unternehmen um seine Firmengeheimnisse - der Konzern verweigert grundsätzlich Angaben zur Größe seiner Datenbank.
agö/ap
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