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04.04.2006
 

Satellitenfotos

Indisches Militär fürchtet Google

Gestochen scharfe Bilder von Regierungsgebäuden und Militäreinrichtungen - kein Problem mit Google Earth. Der Zugang für jedermann ist jedoch umstritten. Ein indischer General befürchtet, die Satellitenaufnahmen könnten "Feinden einen Vorteil verschaffen".

"Diese Satellitenbilder kompromittieren die Sicherheit sensibler und strategischer Bereiche", sagte General J.J. Singh laut der Zeitung "Indian Express". Die Bilder aus dem All könnten von Feinden Indiens für militärische Zwecke missbraucht werden.

Google Earth und auch die Satellitenansicht von Google Maps zeigen nicht nur Bilder sensibler Gebiete in Indien, auch Militäreinrichtungen, Regierungsgebäude und Industrieanlagen anderswo in der Welt - auch in den USA - können dort aus der Luft bewundert werden. Google hat auch bei vorangegangenen kritischen Bemerkungen stets betont, dass das verwendete Bildmaterial ohnehin öffentlich zugänglich sei und durch Google Earth und Maps nur leichter erschlossen werden könnte. Ein namentlich nicht genannter Sprecher betonte gegenüber dem "Press Trust of India" zudem, das Unternehmen habe "in der Vergangenheit mit der indischen Regierung über deren Sorgen hinsichtlich Google Earth gesprochen und wird das auch weiterhin tun".

Der indische Staatspräsident A.P.J. Abdul Kalam hatte schon kurz nach dem Start von Google Earth gewarnt, der Dienst könnte Terroristen mögliche Angriffsziele zeigen. Er forderte gesetzliche Einschränkungen. Google Earth zeigt bislang beispielsweise Bilder von Indiens Parlament und dem Wohnhaus des Präsidenten samt umliegender Regierungsgebäude.

cis/AP

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