Das Internet zu benutzen, kostet in Afrika 90-mal so viel wie in den USA. Während ein US-Bürger für ein monatliches Datenvolumen von einem Gigabyte im Schnitt 20 Dollar (16 Euro) zahlt, muss man dafür in einem afrikanischen Land 1.800 Dollar (1.400 Euro) ausgeben, sagte der kenianische Kommunikationsminister Mutahi Kagwe auf einer Konferenz in Nairobi. Wegen der hohen Kosten gehören nur 1,5 Prozent der afrikanischen Bevölkerung zu den Internet-Nutzern.
In einem globalen Wirtschaftssystem, das vor allem auf die Kommunikation angewiesen sei, habe Afrika unter diesen Bedingungen keine Chance, im Wettbewerb mitzuhalten, erklärte Kagwe. Die Kosten müssten daher drastisch reduziert werden. Als Hauptgrund für die Misere nannte er die fehlende Infrastruktur - ein Bit muss auf dem Weg etwa von Nairobi nach Daressalam gewaltige Umwege in Kauf nehmen: Wenn ein Datenpaket von einem afrikanischen Land in ein Nachbarland geschickt werde, müsse es erst über teure Leitungen in die USA oder nach Europa transportiert werden.
cis/AP
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Netzwelt | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Web | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH