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26.05.2006
 

Online-Porto

EU-Abgeordnete erwägen E-Mail-Steuer

Mitglieder des Europaparlamentes denken darüber nach, eine Steuer für E-Mails und SMS-Nachrichten einzuführen. 1,5 Cent teurer könnte eine einzelne SMS werden, wenn sich die Abgeordneten mit ihren Ideen durchsetzen.

Der Agentur Reuters zufolge kommen die gewagten Steuerpläne von einer parlamentarischen Arbeitsgruppe um den französischen Europaabgeordneten Alain Lamassoure, der ein Mitglied von Jacques Chiracs Partei UMP ist und damit zur Fraktion der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament gehört.

E-Mail: Bald 0,00001 Cent pro Stück?
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DDP

E-Mail: Bald 0,00001 Cent pro Stück?

Nach Lamassoures Vorstellungen könnten SMS demnächst mit 1,5 Cent pro Stück, E-Mails mit 0,00001 Cent besteuert werden. Diese Summen seien "Peanuts", so der Abgeordnete zu Reuters, "aber wenn man an die Milliarden von täglichen Transaktionen denkt, könnte das enorme Einnahmen bringen".

Der Vorstoß steht im Zusammenhang mit Forderungen nach einer "EU-Steuer", die die Gemeinschaft eines Tages erheben möchte, um ihre Finanzierung auf eine neue Basis zu stellen. Im Gespräch waren auch schon Steuern auf Flugtickets oder Zusatzforderungen an Ölgessellschaften.

Lamassoure findet, die Kommunikationssteuer wäre genau das Richtige: "Der Austausch zwischen den Ländern ist so rasant gewachsen, also würde jeder verstehen, dass das Geld, mit dem die EU finanziert wird, aus den Vorteilen gewonnen wird, die die EU mit sich bringt." Inwiefern das Versenden von E-Mails und Kurznachrichten ein der Europäischen Union zuzuschreibender Durchbruch ist, erklärte der Abgeordnete nicht.

Den Vorschlag für eine globale E-Mail-Steuer gab es schon mehrfach - unter anderem wollte man der Uno damit Gelder für Entwicklungshilfeprojekte verschaffen. Die Idee kam jedoch nie so richtig in Schwung - nicht zuletzt deshalb, weil die Uno gar keine Steuern erheben darf.

In Italien gab es schon einmal Überlegungen, eine SMS-Steuer einzuführen. Das Projekt stieß jedoch auf heftigen Widerstand und wurde schnell wieder zu den Akten gelegt - unter anderem mit dem Argument, dass ja besonders Jugendliche viele SMS verschicken und gerade die nicht herangezogen werden sollten, um den Staatshaushalt zu sanieren. Ein Oppositionspolitiker reagierte damals mit dem Vorschlag: "Führen wir doch lieber eine Abgabe von zwei Cent auf jedes gesprochene Politiker-Wort ein."

cis

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12.12.2006 von EbbySommer:

Das dumme ist nur, dass diese Leute gewählt wurden und es noch immer Leute gibt, die sie wählen werden. Ich verstehe nicht, dass die Deutschen sich so viel gefallen lassen. Es würde mich nicht wundern, wenn diese komische Steuer [...] mehr...

08.12.2006 von MailClub24: Wir wollen nicht dem User die Kohle aus der Tasche ziehen!

Ist zwar eine tolle Idee mit der E-Mailsteuer. *Hätte ich ja selber drauf kommen können:-) * Aber wir wollen auch weiterhin den Usern die E-Mail kostenlos anbieten können! Immerhin ist das ein wichtiges Medium. Un dwenn man [...] mehr...

05.12.2006 von mimose: Wohl nix zu tun?!

Offensichtlich sind die Damen und Herren nicht ausgelastet oder die vielen Arbeitsessen haben ihr Hirn mürbe gemacht, sonst würde ihnen sowas nicht einfallen. Pö, zur Finanzierung der EU?! Die kassiert ja wohl noch nicht genug? [...] mehr...

30.11.2006 von Werner Holt: Gutes setzt sich immer durch!

Auf solchen Firlefanz kann der bundesdeutsche Beamte gut verzichten, denn wissenschaftliches Arbeiten ist ihm fremd. Man kann sich an einem Richtwert orientieren, der zwar dem Erkenntnisstand von 1949 entspricht aber dafür den [...] mehr...

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