Von Johannes Sträter
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"Tod im Spiegel", USA 1991. Regie: Wolfgang Petersen. Darsteller: Tom Berenger, Bob Hoskins, Greta Scacchi. FSK: 16 Jahre. Preis: 3,30 Euro.
Verdammt knapp springt der schwerreiche Architekt Dan (T. Berenger) dem Tod von der Schippe, als er mit seinem Sportwagen in die Schlucht kracht. Kein Wunder, dass er sich danach erst mal an nichts mehr erinnert. Doch als die Stunden vor dem Unfall langsam wieder auftauchen, wird das Rätsel nur noch größer. Ein tierlieber Detektiv, zwei schöne Frauen und ein großer Unbekannter schwirren um ihn herum und lassen die Atmosphäre knistern: stilechter "Film noir" in schickem Ambiente.
Seit dem 29.05. im Handel, nächste Ausgabe am 12.06.
"Killing me softly", GB 2002. Regie: Chen Kaige. Darsteller: Heather Graham, Joseph Fiennes, Natasha McElhone. FSK: 16 Jahre. Preis: 6,99 Euro.
Ein vor allem freizügiger Ringelpietz mit Anfassen, in dem zwischen den wilden Leidenschaften der beiden Verliebten plötzlich düstere Befürchtungen auftauchen, die sich im etwas konstruiert wirkenden Ende auflösen: durchschnittlich unterhaltsamer Erotikthriller für Fans dieses Genres.
Seit dem 02.06. im Handel, nächste Ausgabe am 07.07.
"Abgezockt!", USA 2002. Regie: Gavin Gazer. Darsteller: Alicia Silverstone, Woody Harrelson, John Cleese. FSK: 12 Jahre. Preis: 6,99 Euro.
… und zum vierten und wohl vorerst zum letzen mal kann man herzlich lachen, wenn ein Haufen alltagsbekloppter Bankangestellter in Raub und Betrug sein Glück sucht und sich derweil wegen schlechten Timings selbst in die Pfanne haut.
Seit dem 02.06. im Handel, nächste Ausgabe am 07.07.
Deshalb gilt: Wo das nicht anders vermerkt ist, verfügt die DVD nur über eine deutsche Tonspur.
Vom Markt genommen
Das bislang vierteljährlich erscheinende Magazin mit DVD-Beileger wird es nicht mehr geben. Die letzte Ausgabe 04/2005 sahen wir im November mit dem Film "Soulman", im April gab es bereits keinen Nachschub mehr und nun ist laut Verlagsauskunft endgültig Schluss.
"Never talk to Strangers - Spiel mit dem Feuer", CDN/D/USA 1995. Regie: Peter Hall. Darsteller: Rebecca De Mornay, Antonio Banderas. FSK: 16 Jahre.
und
"Spiel der Götter", AUS/BHT 1999. Regie: Khyentse Norbu. Darsteller: Orgyen Tobgyal, Neten Chokling. FSK: 6 Jahre. Preis: 3,30 Euro.
Über die Ankunft des göttlichen Fußballspiels in einem buddhistischen Kloster freuten wir uns bereits bei der letzten "Widescreen" – hier kann man sich den hübschen Film noch einmal günstig zulegen. Zusammen damit erhält man jetzt einen Erotikthriller, in dem der bewährte Latin Lover Antonio Banderas als knackiger Verführer mal wieder einiges verdampfen lässt. Aber wie so oft in diesem Filmgenre vergaß man daneben fast alles andere, obwohl der Plot um eine dahinschmelzende Psychologin (R. de Mornay), die von allerhand geheimnisvollen Bedrohungen geplagt wird, eigentlich mehr Hoffnung macht. So bleibt nur ein spannungsarmer Streifen mit ein paar edlen Körpern, die sich nett in der Gegend herumräkeln.
Ist seit dem 31.05. im Handel, nächste Ausgabe am 28.06.
"Mut zur Wahrheit", USA 1996. Regie: Edward Zwick. Darsteller: Denzel Washington, Meg Ryan, Lou Diamond Phillips. FSK: 12 Jahre. Preis: 3,30 Euro.
Mit großer Besetzung entfaltet Edward Zwick ein zweischneidiges Militärdrama, in dem Meg Ryan sich in ungewohnt ernster Rolle als Army-Pilotin Karen Walden im Golfkrieg von 1991 wiederfindet. Ihr Schicksal wird vom psychisch angeschlagenen Ermittler Serling (D. Washington) rekonstruiert, denn Karen ist bereits tot und soll nun als erste Frau die Tapferkeitsmedaille erhalten. Aus den verschiedenen Zeugenperspektiven schält sich jedoch in wachsender Spannung eine ziemlich dreckige Wahrheit heraus, die – natürlich – im üblich pathetischen Finale gipfelt: Hollywoodunterhaltung mit leicht kritischer Duftnote.
Seit dem 02.06. im Handel, nächste Ausgabe am 16.06.
"Ruby & Quentin - Der Killer und die Kette", F 2003. Regie: Francis Veber. Darsteller: Gérard Depardieu, Jean Reno, André Dussollier. FSK: 12 Jahre. Preis: 4,99 Euro.
Der eiskalte Profikiller Ruby (J. Reno) soll von dem herzensguten, aber auch etwas dumpfen Plappertrottel Quentin (G. Depardieu) in der gemeinsamen Gefängniszelle zum Wahnsinn getrieben werden, um sich selbst zu verraten. Stattdessen brechen beide aus und verfolgen fortan zusammen ihre ganz eigenen Ziele, auch wenn der eine den anderen lieber los werden würde – oder doch nicht? Die beiden großen Franzosen bespaßen uns einmal mehr in ihren Paraderollen, wobei Depardieu diesmal körperlich seltsam mager rüberkommt: an der Gage von 2,1 Mio Euro kann es nicht gelegen haben, aber die hat er sich in dieser fröhlichen Gangsterkomödie auch redlich verdient.
Erscheint am 07.06. im Handel.
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