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Protestaktion CDU-Mitglieder begehren gegen GEZ-Gebühr auf

Am Wochenende erhielten die Ministerpräsidenten, die CDU-Verbände und zahlreiche Lobbygruppen Post mit einem ungewöhnlichen Absender: Zu Wort meldet sich eine Basisinitiative der Christdemokraten - mit einem vehementen Protest gegen die Einführung der Rundfunkgebühr auf PCs und Handys.

Gegen die Pläne, vom nächsten Jahr an auch Rundfunkgebühren ("GEZ-Gebühr") für Internet-fähige PCs und Handys zu verlangen, formiert sich immer stärkerer Widerstand. Und der kommt nicht nur von Seiten der Grünen oder der FDP, sondern zieht sich offensichtlich quer durch die Gesellschaft.

Schwarzseher-Kampagne: ARD, ZDF und GEZ beharren darauf, die Gebühr an Apparate zu knüpfen

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Am Wochenende meldete sich eine Gruppierung zu Wort, über deren selbstbewusste Existenz sich bis dahin vielleicht noch nicht einmal die eigene Partei im Klaren war: Eine Initiative der CDU-Basis stellt die Berechtigung einer solchen Gebühr in Frage und fordert die Verlängerung des sogenannten Moratoriums für neuartige Rundfunkgeräte um weitere zwei Jahre. Ziel müsse dabei sein, "neuartige Rundfunkempfangsgeräte – insbesondere internetfähige PCs – grundsätzlich als nichtgebührenpflichtige Geräte einzustufen".

Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE erklärt Christian Schmidt, Sprecher der "Bundesinitiative der CDU-Mitglieder gegen die Einführung von Rundfunkgebühren auf neuartige Empfangsgeräte" und sonst Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Scheuern-Lindscheid im Saarland, wie es zu der bundesweiten Initiative gekommen ist.

Die Entscheidung zu einer solchen Basisinitiative sei "aus der Diskussion im internen Forum der CDU" und aus der Verwunderung über den bisherigen Umgang mit diesem Thema erwachsen. Schmidt: "Unser Protestschreiben ging am Wochenende an alle CDU-Landtagsfraktionen, an die einzelnen Ministerpräsidenten sowie die Medienpolitischen Sprecher. Informiert wurden außerdem die Bundesgeschäftsstelle der CDU, danach alle CDU-Landesverbände sowie Kreisverbände. Dann haben wir das Schreiben noch an die IHK, die Handwerkskammer, Anwaltskammer, Unternehmerverbände und andere verschickt."

"Kein Putschversuch"

Aus der Basisinitiative sei schon jetzt eine richtige, geordnete Struktur geworden. Das Interesse an dem Thema sei so groß, dass bereits für verschiedene Bundesländer Sprecher und Obmänner benannt wurden. Öffentlich wird sich die Basisinitiative über die Internetadresse www.cdu-basis.de darstellen.

Schmidt betont, bei der ganzen Sache gehe es nicht um eine "Rebellion gegen die Parteispitze", sondern einzig und allein um die Sache. Wie sehr die an der Basis für Ärger sorge, das komme in den Landeshauptstädten vielleicht nicht richtig an. Es sind die Regierungen der Länder, die darüber zu entscheiden haben, ob die von den Intendanten von ARD und ZDF gewünschte Rundfunkgebühr auf internetfähige Computer und Handys tatsächlich erhoben werden kann.

Update: Innerhalb kürzester Zeit nach Veröffentlichung dieses Artikels kam es zu einer Flut von Anfragen bei den Initiatoren der Aktion, sowohl von Unterstützern, als auch von Kritikern. Sprecher Christian Schmidt ließ die Webseite der Aktion um den Vermerk ergänzen, dass es dabei keinesfalls um einen "Putschversuch" gehe. Die Aktion, betonte Schmidt gegenüber SPIEGEL ONLINE, war und ist primär als Unterschriftenaktion gegen die Einführung einer Rundfunkgebühr auf PCs und Handys geplant, "mehr nicht".

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insgesamt 1094 Beiträge
highflyer72 13.09.2006
Als Unternehmer mit mehr als einem PC und UMTs Handy kann ich nur sagen: Ein weiterer Grund dem Standort Deutschland den Rücken zu kehren.
Als Unternehmer mit mehr als einem PC und UMTs Handy kann ich nur sagen: Ein weiterer Grund dem Standort Deutschland den Rücken zu kehren.
Pancho 13.09.2006
Absolutes Highlight dieser Woche. Kriegen die denn nie die Taschen voll? Vorallem kommt dieser Vorschlag von dem unersetzlichsten Sender. Sorry, ausser der Tagesschau und der Sportschau hat die ARD ja wohl nichts mehr zu [...]
Absolutes Highlight dieser Woche. Kriegen die denn nie die Taschen voll? Vorallem kommt dieser Vorschlag von dem unersetzlichsten Sender. Sorry, ausser der Tagesschau und der Sportschau hat die ARD ja wohl nichts mehr zu bieten. Deshalb bei mir schon lange nicht mehr "auf dem ersten".
grausam 13.09.2006
Wieso gehen die ach so tollen öffentlich rechtlichen Sender nicht den logischen Weg und werden zu pay-tv ? So dass jeder der den Käse wirklich sehen will sich dort ein Abonnement holt ? Richtig, wär ja blöd von ARD und ZDF...so [...]
Wieso gehen die ach so tollen öffentlich rechtlichen Sender nicht den logischen Weg und werden zu pay-tv ? So dass jeder der den Käse wirklich sehen will sich dort ein Abonnement holt ? Richtig, wär ja blöd von ARD und ZDF...so muss jeder jeder jeder blechen, sogar der, der sich komplett dem Fernsehen und Radio entzogen hat ! Jetzt sind auch die dran, die einen internet-fähigen (!!!!) PC besitzt ! Genial, irgendwie sind ja alle PC heutzutage netzFÄHIG ! Was soll das ? Muss ich demnächst auch GEZ zahlen wen mein Sohn einen Elektronikbaukasten zu Weihnachten bekommt ? Er könnte da ja was draus bauen.... So eine Frechheit, ich habe bisher ja fleissig GEZT bezahlt... mal schauen wie die abgehen wenn ich mich dort abmelde,...
SHODAN_NET 13.09.2006
Warum machen die das nicht nach dem schweizer Modell: Nur wer Leistung in Anspruch nimmt, der muss dann auch zahlen. Über meinen webfähigen PC schaue ich doch nicht Fernsehen, und kaum einer wird das mit seinem UMTS-Handy (sind [...]
Warum machen die das nicht nach dem schweizer Modell: Nur wer Leistung in Anspruch nimmt, der muss dann auch zahlen. Über meinen webfähigen PC schaue ich doch nicht Fernsehen, und kaum einer wird das mit seinem UMTS-Handy (sind die überhaupt weit verbreitet?) tun. So bekomme ich immer mehr den Eindruck, dass die ARD/ZDF & Co. ihr mieses Serienprogramm mit diesen Geldern finanzieren muss - geschweige denn von den gigantischen Gagen Gottschalks bzw. anderen "Entertainern". Diese Kosten waren doch früher auch nicht so hoch. Außerdem bringen die in ARD und ZDF ziemlich ähnlichen Müll. Dokumentationen und Reportagen nehmen hingegen nur einen kleinen Teil ein. Und so kann ich nur den moralischen Tipp geben, bei der GEZ niemals seinen PC oder sein Handy anzugeben. Männer von der GEZ reinzulassen verbietet sich ja von selbst!
Marian 13.09.2006
Also es ist nicht so, dass ich es besser finden würde, wenn auch Privathaushalte, die bereits ein Radio und Fernseher angemeldet haben, noch für den PC oder das Handy bezahlen müssen. Aber an dieser Tatsache, das eigentlich nur [...]
Also es ist nicht so, dass ich es besser finden würde, wenn auch Privathaushalte, die bereits ein Radio und Fernseher angemeldet haben, noch für den PC oder das Handy bezahlen müssen. Aber an dieser Tatsache, das eigentlich nur Unternehmer blechen dürfen, zeigt für mich schon, dass da eine Institution einfach willkürlich Gelder eintreiben will. Mal ehrlich: Ich gucke mit meinem Computer kein Fernsehen. Und mit meinem Handy schon gar nicht. Ich kenne aber einige mehr Privatpersonen, die ihren Rechner auch zum Fernsehen benutzen also Leute, die in der Firma sitzen und sich da ein ARD- bzw. ZDF-Blockbuster nach einander reinziehen .... Marian
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