Immerhin knapp 500 CDU-Mitglieder haben den Aufruf unterschrieben, der die GEZ-Gebühr für Internet-PCs doch noch stoppen soll. Insgesamt stehen schon mehr als 2400 Namen unter dem Protestbrief der Unions-Rebellen. Eine Bundestagsabgeordnete ist dabei, ein niedersächsischer Landtagsabgeordneter - und der komplette CDU-Gemeindeverband Zetel sowie der Kreisverband Hannover-Land der CDU-Mittelstandsvereinigung.
GEZ-Drohung: Unionsrebellen wollen die PC-Gebühr verschieben
Christoph Hartmann, der Landesvorsitzende der FDP-Saar, unterstützt den Aufruf explizit. Und auch der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) stimmt mit CDU-Rebellen darin überein, dass Computer weiter von der Gebührenpflicht befreit sein sollen. Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder sagt: "Die Ministerpräsidenten sollten den Mut haben, das absurde Konzept endlich zu begraben.". Die Initiative PC-Protest schließt sich der Kritik an: "Wir fordern - Keine GEZ-Gebühren für internetfähige PCs und Handys!"
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW) stimmt ebenfalls zu: "Eine Verlängerung des Moratoriums um weitere zwei Jahre ist zum aktuellen Zeitpunkt die einzig sinnvolle Möglichkeit, um keine für die geänderte Mediennutzung unpassende und vor allem Unternehmen benachteiligende Regelung in Bestandskraft erwachsen zu lassen", sagt Präsident Arndt Groth. Man brauche eine "sinnvolle und der aktuellen technischen Entwicklung angepasste Lösung". Und auch der mächtige Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) unterstützt die Initiative "in ihren Grundzügen".
SPIEGEL ONLINE dokumentiert exklusiv den offenen Brief der Initiative, der am heutigen Montag um 12 Uhr den Ministerpräsidenten der Länder zugestellt wird:
"Sehr geehrte Herren Ministerpräsidenten,
in der anstehenden Ministerpräsidentenkonferenz beraten Sie unter anderem die noch offenen Fragen hinsichtlich des Moratoriums für neuartige Rundfunkempfangsgeräte.
Wir haben in der Vergangenheit, neben zahlreichen anderen Verbänden, Organisationen und Personen, unseren Protest gegen die Beendigung des Moratoriums zum Ausdruck gebracht.
Aufgrund der nachfolgenden Argumente, wobei wir hier nur die Wesentlichsten aufgelistet haben, fordern wir Sie erneut auf, das Moratorium zu verlängern:
In den vergangen Wochen wurde seitens Ihrer Häuser mehrfach darauf verwiesen, die Verlängerung des Moratoriums sei in der Kürze der Zeit nicht mehr durchführbar. Wir erachten diese Aussage als unrichtig, da es sich lediglich um die Änderung einer einzigen Zahl im Rundfunkgebührenstaatsvertrag handelt. Alle Landesparlamente haben vor Ende des Jahres noch mindestens zwei Plenarsitzungen. Eine Änderung dieser einen Zahl ist daher aus unserer Sicht durchaus möglich.
Die Menschen, Ihre Wähler, werden Ihre Entscheidung in dieser Frage nicht vergessen.
CDU-Mitglieder gegen Einführung von Rundfunkgebühren auf neuartige Rundfunkempfangsgeräte"
cis
Auf anderen Social Networks posten:
Das es in Deutschland offenbar nicht möglich ist, diesen Moloch aus 29 TV und fast 60 öffentlich rechtlichen Radiostationen zur "Grundversorgung" loszuwerden, zeigt uns den Stand unserer "repräsentativen [...] mehr...
Sie und der Professor aus Heidelberg sitzen dem Irrtum auf, sofern Sie jetzt von PC+Smartphone und Co reden, dass die Rundfunkgebühren für die "neuartigen Empfangsgeräte", weil sie von den Länderchefs zum Gesetz [...] mehr...
Brilliante Idee. Bitte unbedingt mit Beamten verwalten, die Pensionen aus Steuergeldern erhalten. Man gönnt sich ja sonst nichts. mehr...
Es gibt durchaus noch Gebiete ohne Breitbandanbindung. Und die Rundfunkgesetze sagen klar, dass die Versorgung in ausreichender Qualität zu erfolgen hat. Die Rudfunkanstalten können so ihrem Auftrag für die "neuartigen [...] mehr...
dürfen die Grundstücksgrenze nicht übertreten ohne Ihre Einwilligung. Den Stafford Terrier [...] mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Netzwelt | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Web | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH