Wer eine Webseite veröffentlicht, macht vorab einen Vertrag mit seinem Internetprovider. Der will wissen, wie viele Besucher denn zu erwarten sind, stellt eine passende Bandbreite zur Verfügung und schreibt eine entsprechende Rechnung.
Im Falle der amerikanischen Rohrfirma Utube lief das alles prächtig und in erwartungsgemäß ruhigen Wassern - und dann kam die Sturmflut: Nach zehn Jahren, in denen www.Utube.com von einer eher überschaubaren Zahl von Interessenten besucht worden war, begann der YouTube-Boom.
Und weil die Namen der Domains im Englischen gleich klingen, verirrten sich seit den ersten Berichten über YouTube auch immer ein paar Surfer zu Utube, die eigentlich Videos anschauen wollten. Im August 2006 waren das beispielsweise 68 Millionen an Rohren weitgehend Uninteressierte, was Utubes Webseite zum Vollkollaps brachte und den fünften Umzug der Domain zu einem anderen Serviceprovider erzwang.
Mittlerweile, behauptet Utube, könne die Rohrfirma ihr Geschäft über das Internet so gut wie vergessen. Grund genug für eine Klage gegen YouTube vor einem Bezirksgericht in Ohio. Die Rohrverkäufer verlangen, dass sich YouTube entweder verzieht und eine Domain wählt, die nicht genauso klingt wie ihre, die ja schließlich "zehn Jahre früher da gewesen" sei, oder aber für den Aufbau einer neuen Utube-Webseite und die durch Millionen verirrter YouTube-Fans verursachten Kosten bezahlt.
Ob dieses relativ bescheidene Begehren bei YouTube auf offene Ohren stößt, ist bisher nicht bekannt: Das Unternehmen will sich zu dem Fall nicht äußern.
pat/AP
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